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Flüchtlingsansturm: Stadt sucht Wohnungen

Wolfsburg Flüchtlingsansturm: Stadt sucht Wohnungen

Die Flüchtlingszahlen in Wolfsburg steigen. Mittlerweile sind es rund 1000 Menschen, die Asyl in der VW-Stadt suchen. Allein in diesem Jahr kamen bislang 526 Flüchtlinge.

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Flüchtlingsheime allein reichen nicht aus: Die Stadt setzt auf private Vermieter.

Quelle: Archiv

„Im Laufe des Jahres werden es 800 bis 900 sein“, sagte Oberbürgermeister Klaus Mohrs gestern im Rathaus. Ihnen eine Unterkunft zu bieten, sei eine riesige Herausforderung. Deshalb appelliert die Verwaltung an private Vermieter, freien Wohnraum anzubieten.

Der Wolfsburger Wohnungsmarkt ist angespannt und die vorhandenen Sammelunterkünfte reichten nicht aus, so der Erste Stadtrat Werner Borcherding. Der Rat hatte zwar in seiner letzten Sitzung beschlossen, 1200 zusätzliche Plätze in Sammelunterkünften an verschiedenen Standorten zu schaffen. Aber das reiche nicht.

Auch die Wohnungsbaugesellschaften VW Immobilien, Neuland und Allertal bemühten sich, aber sie hätten wegen der Wohnungsnot in Wolfsburg kaum Kapazitäten.

Die Stadt hatte immer betont, Flüchtlinge in Sammelunterkünften unterzubringen, sei nicht die beste Lösung. „Gerade für Flüchtlinge, deren Asylverfahren positiv abgeschlossen wurde, ist eine eigene Wohnung wichtig“, so Borcherding. So sei eine bestmögliche Integration möglich.

Wer eine freie Wohnung hat, sollte sich beim Geschäftsbereich Soziales unter Tel. 05361/282412 melden.

Jede Woche 20 neue Flüchtlinge

Rund 1000 Flüchtlinge leben zurzeit in Wolfsburg. Sie stammen vor allem aus den Kriegsgebieten Syrien, Irak und Afghanistan, aber auch aus Balkanstaaten wie Kosovo, Serbien und Montenegro.

„Pro Woche kommen ungefähr 20 Flüchtlinge nach Wolfsburg“, erklärte Oberbürgermeister Klaus Mohrs.

Alle deutsche Städte müssen Flüchtlinge aufnehmen, „wir stellen uns dieser Herausforderung“, so Mohrs. Die Unterbringung sei jetzt schon schwierig, und die Situation werde sich nicht entspannen. Denn auch 2016 rechnet die Stadt mit vielen weiteren Flüchtlingen aus Kriegsgebieten aus aller Welt.

Und: Asylanträge von Menschen aus Kriegsgebieten wie Syrien werden fast immer anerkannt, diese Flüchtlinge wollen in Deutschland bleiben. „Die Hälfte wird mittelfristig in Wolfsburg bleiben“, ist sich Mohrs sicher. Sie zu integrieren sei wichtig. Dazu gehörten eine Wohnung, aber auch ein Arbeitsplatz. „Wir brauchen diese Arbeitskräfte auch“, sagt Mohrs.

Unter den Flüchtlingen sind nicht nur Erwachsene und Familien, sondern mittlerweile auch Jugendliche, die ohne Eltern oder andere Begleitung einreisen. „Davon gibt es in Wolfsburg rund 20 Fälle“, erklärt Erster Stadtrat Werner Borcherding.

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