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Flüchtlinge und VW-Krise: Arbeitslosenzahl steigt

Wolfsburg Flüchtlinge und VW-Krise: Arbeitslosenzahl steigt

Die VW-Krise hat immer gravierendere Auswirkungen auf den Wolfsburger Arbeitsmarkt. Die Zahl der Arbeitslosen ist im März um 7,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen. Branchen übergreifend halten sich Firmen in der VW-Stadt mit Neueinstellungen zurück oder verlängern auslaufende Verträge nicht.

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Jobcenter in Wolfsburg: Die Zahl der Arbeitslosen ist im März im Jahresvergleich deutlich gestiegen.

Quelle: Manfred Hensel

Außerdem sorgt der Zustrom an Flüchtlingen für steigende Arbeitslosenzahlen.

Insgesamt waren im März in Wolfsburg 3352 Menschen ohne Job, das waren 233 (7,5 Prozent) Arbeitslose mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote lag bei 5,0 Prozent, vor einem Jahr waren es 4,7 Prozent. Besonders auffällig ist die Entwicklung bei der Zahl der offenen Stellen: Sie sank um 20 Prozent im Vergleich zum März 2015.

Die saisonale Frühjahrsbelebung, die den Arbeitsmarkt in der Regel positiv beeinflusst, blieb in Wolfsburg praktisch aus. Im Gegenteil: Die Arbeitsagentur verzeichnete vermehrt Arbeitslosmeldungen aus dem Dienstleistungsbereich wie den Ingenieurdienstleistungen oder dem IT-Bereich, sagt Gerald Witt, Leiter der Arbeitsagentur. Auch der bisher gute Arbeitsmarkt im kaufmännischen Bereich und dem Hotel- und Gaststättengewerbe stagniere.

Auch wenn die Agentur für Arbeit diesen Zusammenhang offiziell nicht herstellt: Grund ist die VW-Krise, die Auswirkungen auf praktisch alle Branchen in Wolfsburg hat: Im Hotel und Gaststättengewerbe sinkt die Zahl der Cateringaufträge, Sitzungen, die VW oder Firmen aus dem VW-Umfeld bislang extern vergaben, finden intern statt. Das Bau- und Handwerksgewerbe verzeichnet oder fürchtet weniger Aufträge. „Oftmals laufen befristete Verträge in diesen Branchen aus“, bestätigt Witt.

Weitere Ursache für steigende Arbeitslosenzahlen: In Wolfsburg seien vermehrt Flüchtlinge im Jobcenter gemeldet. „Wir verzeichnen einen Anstieg der ausländischen Arbeitslosen um 177 Personen oder 21,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr“, so Witt.

seb

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