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Flüchtlinge nicht neben die Kirche?

Wolfsburg Flüchtlinge nicht neben die Kirche?

Die Stadt will muslimische Flüchtlinge aus Angst vor Spannungen nicht neben einer Kirche unterbringen - diese schier unglaubliche Meldung sorgte auf Facebook für Empörung. Doch die Verwaltung stellte sofort klar: Das war ein katastrophaler Fehler einer Sachbearbeiterin.

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Zu dicht an der Kirche? Die Stadt lehnte das Wohnraumangebot für Flüchtlinge in Hehlingen zunächst ab, Immobilienbesitzer Jan Schroeder war baff.

Quelle: Sebastian Bisch

Was war geschehen? Jan Schroeder, Disco-Betreiber und Immobilienbesitzer, hatte der Stadt ein 200-Quadratmeter-Haus in Hehlingen zur Flüchtlings-Unterbringung angeboten - das ehemalige Pfarrwitwen-Haus neben der evangelischen St.-Pankratius-Gemeinde. Am Freitag gab es einen Ortstermin mit dem Sozialamt, am Montag erhielt er telefonisch die Ablehnung: Man befürchte Spannungen, wenn Muslime direkt neben der christlichen Kirche untergebracht würden. Schroeder war ziemlich baff: „Dabei ruft die Stadt doch dazu auf, freien Wohnraum zu melden. Und hier könnte man mit wenig Aufwand welchen schaffen.“

Erster Stadtrat Werner Borcherding erklärte das Thema nach einer WAZ-Anfrage sofort zur Chefsache und sprach Klartext: „Das ist in keinster Weise die Haltung der Stadt.“ Es handle sich um den Fehler einer Einzelperson, die Begründung für die Absage nannte er schlicht „völligen Unsinn“. Genau das Gegenteil sei der Fall: „Wir arbeiten doch gerade mit den Kirchen bei der Flüchtlingsunterbringung eng zusammen.“

Tatsächlich freue man sich über das Angebot von Jan Schroeder, das man selbstverständlich im Auge behalte. Natürlich müsse wie in jedem Fall geprüft werden, ob das Objekt mit vertretbarem Aufbau technisch und baulich hergerichtet werden könne - „und das haben wir auf dem Zettel“.

fra

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