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Flüchtlinge: Jetzt werden Wohnungen gebaut

Wolfsburg Flüchtlinge: Jetzt werden Wohnungen gebaut

Zur Bewältigung des Flüchtlingstroms geht Wolfsburg ganz neue Wege: Neben Hallen und Containern werden erstmals auch reguläre Mietwohnungen gebaut. Die ersten Standorte sind Mörse, Wendschott und die Kreuzheide. Insgesamt rechnet die Stadt dieses Jahr mit der Zuweisung von 3000 neuen Asylbewerbern.

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Neue Strategie: Die Stadt will jetzt Mietwohnungen in Wolfsburg bauen, in die zunächst Flüchtlinge einziehen; später soll daraus sozialer Wohnungsbau werden.

Quelle: dpa

Oberbürgermeister Klaus Mohrs sieht darin „eine der größten Herausforderungen der nächsten Jahre“.

Man müsse davon ausgehen, dass viele der zum Schluss anerkannten Flüchtlinge dauerhaft in Wolfsburg bleiben werden, sagt Erster Stadtrat Werner Borcherding: „Und das geht dann irgendwann nicht mehr in Hallen.“ Darum werden nun erstmals an drei Standorten jeweils bis zu 50 reguläre (einfache) Wohnungen errichtet, in die zunächst Flüchtlinge einziehen; später soll daraus sozialer Wohnraum innerhalb eines sich entwickelnden Quartiers werden. Ebenfalls neu: 400 Hallenplätze für Flüchtlinge  sollen in Ehmen entstehen (Seite 10).

Doch wie viele Flüchtlinge werden noch kommen? Das wüsste auch die Stadt gerne, Prognosen aber würden wöchentlich über den Haufen geworfen. Was Borcherding sicher weiß: „2014 hatten wir 339 Zuweisungen durchs Land, 2015 waren es 1139. Dreieinhalb mal so viel.“ Für 2016 rechne man mit 3000 Zuweisungen. Die 1350 vorhandenen Plätze sind voll, 2000 sind in Planung oder Bau, weitere werden benötigt. Zumal immer mehr Asylbewerber offiziell anerkannt werden (2015 in Wolfsburg: 276; 2016: wohl 800).

Und die Kosten? Für Bau-Investitionen und Betreuung rechnet die Stadt dieses Jahr mit Ausgaben von jeweils rund 12,5 Millionen Euro. Das Problem: Auf den Baukosten bleibt die Kommune überwiegend sitzen, weil Bundes-Programme fehlen. Das Geld für die laufende Betreuung wird erstattet – mit zwei Jahren Verzögerung.

fra

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Beispiel Wendschott: Hier sollen Wohnhäuser entstehen, in die zunächst Asylbewerber einziehen.

1350 Plätze zur Unterbringung von Asylbewerbern stehen aktuell in Wolfsburg zur Verfügung, alle sind belegt (zusätzlich rund 70 Wohnungen); 1939 weitere Plätze sind in Planung oder im Bau. Hinzu kommen vier neue Standorte, die seit gestern bekannt sind. Die WAZ gibt eine Übersicht.

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