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Flüchtlinge: Demo für mehr Sicherheit

Wolfsburg Flüchtlinge: Demo für mehr Sicherheit

Nach dem Mord im Fallersleber Asylbewerberheim demonstrierten gestern 40 Mitbewohner und Freunde des Getöteten Stanly Utubo (31). Sie marschierten von der Hafenstraße über Westhagen und den Laagberg zum Rathaus. Dort baten sie um mehr Sicherheit und übten Kritik an den Einsatzkräften in der Mordnacht.

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Demonstration: 40 Flüchtlinge zogen von Fallersleben zum Rathaus und sprachen mit Oberbürgermeister Klaus Mohrs.

Quelle: Manfred Hensel

„Er war kein Dealer, er wollte nur helfen“ – dieser Satz und ein Bild des getöteten Stanly Utobo (31) aus Nigeria prangte auf den Plakaten, die die Asylbewerber auf ihrem Protestmarsch in die Höhe hielten. Bei der Schießerei am Mittwochabend soll es um Drogengeschäfte gegangen sein, doch die Demonstranten versicherten: „Stanly hatte mit Drogen nichts zu tun.“

Um 10 Uhr starteten sie an der Hafenstraße und machten sich auf einen eineinhalbstündigen Protestmarsch zum Wolfsburger Rathaus. Dort wurden sie von Oberbürgermeister Klaus Mohrs und Stadtrat Werner Borcherding empfangen.

Cynthis Schäfer fasste die Anliegen der Asylbewerber zusammen: „Wir fordern Gerechtigkeit für Stanly und wünschen, dass er zu Hause beerdigt werden kann.“ Sie kritisierten, dass die Polizei bei Notrufen aus dem Asylbewerberheim erst spät reagiere und der Krankenwagen erst 45 Minuten nach dem Vorfall eintraf. Dem widersprach die Stadt. „16 Minuten nach dem Notruf waren die Rettungskräfte vor Ort“, so Dennis Weilmann, Referatsleiter Kommunikation.

Unter den Demonstranten befand sich auch Stanlys Bruder Tim Utubo aus Hannover – ihm sprachen Mohrs und Borcherding ihr tiefes Mitgefühl aus.

Eine Trauerfeier für Stanly Utubo findet am Samstag, 4. Oktober, ab 19 Uhr im Laagberg Pub (Laagbergstraße 100) statt.

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Mord im Asylbewerberheim: Polizei findet die Tatwaffe

Nach dem Mord im Fallersleber Asylbewerberheim hat die Polizei offenbar die Tatwaffe gefunden. Die Ermittlungsbehörden bestätigten gestern, dass „im Bereich des Tatorts“ in der Hafenstraße eine Schusswaffe gefunden worden sei. „Ob es sich tatsächlich um die Tatwaffe handelt, muss noch geklärt werden“, sagt Birgit Seel als Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Viele weitere Fragen sind offen.

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