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Flüchtling schrieb Theaterstück für Frauenrechte

Aufführung vorm Rathaus Flüchtling schrieb Theaterstück für Frauenrechte

Frauenrechte stärken, das wünscht sich der 37-jährige Soziologe Kamil Hematis auch für Frauen in seinem Heimatland Iran. Der Frauenrechtler lebt seit 14 Monaten als Geflüchteter in Wolfsburg und hat ein Theaterstück geschrieben.

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Proben: Regisseur Kamil Hematis (r.) will das Stück mit Ronja Lange als Mariam und mehreren weiteren Darstellern vor dem Rathaus aufführen.

Wolfsburg. Mit dem 20-minütigen Stück will er auf die Situation von Frauen in seiner Heimat aufmerksam machen. Gemeinsam mit Freunden, die er im Café Welcome - eine Begegnungsstätte der Kulturen jeden Donnerstag im Karl-Leisner-Haus in der Kettelerstraße in Wolfsburg - kennen gelernt hat, hat Hematis jetzt sein eigenes Stück inszeniert. Die Meinkoterin Anja Ludwig hat es zusammen mit ihm ins Deutsche übersetzt. Das hat geklappt, obwohl sie gar kein Persisch spricht.

Markus Galonska, Gemeindereferent bei St. Christophorus, unterstützt das Projekt mit seiner Gitarre. Der Iraner Mehrad Gholami steuert, passend zum Thema, Lieder nach Gedichten der iranischen Dichterin Forugh Farrochsad, bei. Die Hauptrolle - eine junge Frau, die aus ihrem Leben erzählt, das geprägt ist von Missachtung und Demütigung - spielt die 18-jährige Stendalerin Ronja Lange, die gerade ein freiwilliges soziales Jahr im Wolfsburger Theater absolviert. Kleinere männliche Rollen werden von Freunden aus dem Iran, Sudan, und Somalia gespielt.

„Ich zeige in dem Stück unser Leben im Iran: Gewalt gegen Frauen. Das Gesetz ist gegen Frauen. Freunde und ich haben versucht, als wir noch im Iran waren, kleine Rechte durchzusetzen“, sagt Hematis.

Zu sehen ist das Stück am Mittwoch, 8. März um 12 Uhr im Freien vor dem Rathaus im Rahmen der Aktionen zum Frauentag. Der Eintritt ist frei.

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