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Stadt Wolfsburg Flitzer aus Wolfsburg schockt die ganze Welt
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Flitzer aus Wolfsburg schockt die ganze Welt
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11:02 30.09.2013
Nicht aufzuhalten: Mit Werbung für eine Hostessen-Internetseite auf dem Trikot überquerte der Wolfsburger Davide Noto (35) gestern vor Weltmeister Wilson Kipsang die Ziellinie beim Berlin Marathon. Das löste eine Sicherheits-Debatte aus.
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Erst eine Woche ist es her, dass der Wolfsburger Davide Noto beim Bundesligaspiel in Hannover vom DFB mit Zahlung einer Strafe von mehreren Tausend Euro belegt wurde. Das hielt ihn nicht davon ab, jetzt erneut zu provozieren. Auf einem gelben Trikot mit der Werbebotschaft für einen Hostessen-Service im Internet prangte auch eine Startnummer (F7527), sie gehörte einer weiblichen Marathonteilnehmern.

So mischte er sich unter die Zuschauer an der Ziellinie, sprang über die Barriere und stahl Wilson Kipsang für einen Moment die Show: Er durchriss das Zielband vor dem Kenianer. Die Veranstalter übergaben den 35-Jährigen der Polizei und überlegen noch, ob sie Anzeige erstatten.

Peinlich und erschreckend ist der Vorfall, weil Sicherheitsvorkehrungen nach dem Bombenattentat vom Boston-Marathon (WAZ berichtete) stark verschärft worden waren. Auch die internationale Presse berichtete deshalb, und in Wolfsburg wird diskutiert. Herbert Groenke, ehemals Badleiter, hatte das Drama in Bosten persönlich erlebt und ist empört von der Aktion des Bordell-Flitzers. „So macht man sportliche Veranstaltungen kaputt!“, schimpft er. Ratsherr Werner Reimer (CDU), Marathon-Läufer und gleichzeitig als MTV-Vorsfelde-Chef Veranstalter beim Eberlauf, weiß: „Ein Restrisiko bleibt bei öffentlichen Läufen immer.“

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Die WAZ sprach kurz nach seiner Rückkehr aus Berlin mit Davide Noto (35), dem Bordell-Flitzer von Berlin. Er verteidigte seine Aktionen (siehe oben).

WAZ: „Es gibt reichlich Kritik, Herr Noto...

Noto: Ich weiß genau, was ich machen kann und was nicht. Über die Ziellinie zu laufen ist nicht verboten und ich verletze ja niemanden. Wilson Kipsang hat sich trotzdem gefreut und der Vergleich mit Boston ist Quatsch. Ich bin im grünen Bereich.

WAZ: Grün wie ein Fußballrasen. Wie viel müssen Sie eigentlich an den DFB genau bezahlen?

Noto: Ich habe noch keine Forderung bekommen. Ich habe Sponsoren und einen Anwalt. Mir geht es um die Werbung und vor allem um Spaß. Es war mein Traum, über diese Ziellinie zu laufen – oft sind Sportveranstaltungen ja ein bisschen dröge. Und einige haben mir applaudiert, fanden es lustig. Ich betrachte mich als Künstler – als Lebenskünstler.

WAZ: Und was machen Sie so beruflich?

Noto: Ich bin seit drei Monaten selbstständig, als Veranstalter.

WAZ: Im Millieu?

Noto: Ich arbeite nicht im Bordell, ich organisiere Partys. Man wird noch viel von mir hören.

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