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Feuerteufel: Langeweile oder Frust könnten ein Motiv sein

Wolfsburg Feuerteufel: Langeweile oder Frust könnten ein Motiv sein

Wolfsburg. Seit Anfang September brennen immer wieder Container im gesamten Stadtgebiet. Die Polizei hofft auf Hinweise, um den oder die Brandstifter zu stellen. Die WAZ sprach mit Dr. Mohammad Zoalfikar Hasan vom AWO-Psychiatriezentrum in Königslutter über mögliche Beweggründe für die Taten.

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Brandserie in Wolfsburg. Was treibt die Brandstifter zu ihren Taten an? Die WAZ sprach darüber mit Dr. Mohammad Zoalfikar Hasan (kl. Bild) vom AWO-Psychatriezentrum.

Quelle: Britta Schulze

Zweimal griff das Feuer schon auf Gebäude über, am Donnerstag brannten in Westhagen zudem mehrere an einem Container geparkte Fahrzeuge ab. Stadtbrandmeister Helmut von Hausen sagt: „Wir hoffen nur, dass nicht irgendwann noch Menschen verletzt werden.“ Es scheine so, als wenn sich der Feuerteufel langsam steigere.

Dr. Hasan betont: „Ich kann über niemanden tatsächlich befinden, den ich nicht persönlich untersucht habe. Brandstifter sind keine homogene Gruppe.“ Für diese Art von Feuerteufeln gebe es aber erfahrungsgemäß zwei mögliche Motivationen: „Die einen suchen Abenteuer - sie freuen sich über die Flammen und darauf, dass die Feuerwehr kommt. Es gibt aber auch Menschen, die benutzen die Brandstiftung als eine Art Ventil. Sie sind meist frustriert, aber kaum konfliktfähig und bringen so ihre Wut sichtbar zum Ausdruck“, erklärt

er. Untersuchungen zu Folge seien über die Hälfte der Brandstifter übrigens alkoholisiert, denn dann erst sinke die Hemmschwelle und die Personen geben dem Impuls nach, ohne weiter über die möglichen Folgen nachzudenken. Menschen seien gewöhnlich nicht ihr Ziel, aber natürlich immer gefährdet. „Meist sind die Täter Männer“, so Dr. Hasan. Auch Frauen hätten schon Feuer gelegt, bei denen habe es aber oft eine spezielle Vorgeschichte und stärkere psychopathologische Auffälligkeiten gegeben.

amü

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