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Fernwärme wird neu berechnet: Wer gut dämmt, spart doppelt

Wolfsburg Fernwärme wird neu berechnet: Wer gut dämmt, spart doppelt

Die LSW hat zum 1. Juli nicht nur die Fernwärmepreise gesenkt, sondern auch die Abrechnungsgrundlagen in Mehrfamilien(Miet-)häusern umgestellt. Folge: In energetisch gut aufgestellten Häusern und Wohnungen profitieren die Kunden künftig doppelt, in schlecht gedämmten Altbauten aber kann‘s teurer werden.

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Energie: Die LSW stellt Berechnungsgrundlagen um – Arbeitspreis sinkt, Abrechnungskosten steigen.

Entscheidender Unterschied bei der neuen Berechnungsgrundlage: Mit der Umstellung entfällt für den Mietwohnungsbestand der bekannte Bereitstellungspreis je Quadratmeter, ausschlaggebend ist die fürs Haus bereitgestellte Leistung pro Kilowatt - unabhängig davon, ob diese Leistung auch tatsächlich verbraucht wird.

Was in Einfamilienhäusern seit Jahren gilt, greift nun auch in Mehrfamilienhäusern. Auf deutsch: Wessen Vermieter sein Haus ordentlich dämmt, der verbraucht nicht nur logischerweise weniger Fernwärme - er profitiert auch davon, dass der Versorger künftig weniger maximal verfügbare Leistung zur Verfügung stellen muss.

„Sanierungsmaßnahmen an Immobilien führen sofort zur Reduzierung der Wärmekosten, da die zur Verfügung gestellte Leistung zeitgleich reduziert wird“, sagt LSW-Sprecherin Birgit Wiechert. Mit den großen Unternehmen wie Neuland oder VWI stehe man diesbezüglich in engem Kontakt.

Zuletzt wurde die Fernwärme zwar billiger, weil der Arbeitspreis sank. Gleichzeitig verteuerte sich aber das Abrechnungssystem in Mehrfamilienhäusern. Unterm Strich werde sich die neue Berechnungsgrundlage für die meisten Kunden dennoch kostengünstig auswirken, versichert Birgit Wiechert. Und, nicht zu vergessen: Wer dämmt, profitiert doppelt - „und das ist klimapolitisch und gesellschaftlich ausdrücklich so gewünscht und gewollt.“

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Drei Faktoren bestimmenden Fernwärme-Preis

Der Fernwärmepreis setzt sich bei der LSW aus drei Faktoren zusammen:

Der Arbeitspreis für die tatsächlich verbrauchte Menge an Fernwärme. Dieser Arbeitspreis wurde zum 1. Juli um 5,4 Prozent gesenkt. Daraus ergibt sich laut LSW eine Reduzierung der Gesamt-Fernwärmekosten um rund 4 Prozent.

Der Bereitstellungspreis , den man für die zur Verfügung gestellte Leistung zahlt – egal, ob sie tatsächlich abgenommen wird. Der Bereitstellungspreis je Quadratmeter entfällt, er spielt - wie bei Kunden mit Wärmemengenzählern und direkter Abrechnung - nun auch in Mehrfamilien-Miethäusern keine Rolle mehr.

Die Mess- und Abrechnungskosten in Miethäusern. Hier hat die LSW zuletzt deutliche Erhöhungen vorgenommen: pro Heizkostenverteiler werden 7,95 Euro berechnet (zuvor 5,57 Euro), neu dazu kommen einmalige jährliche Abrechnungskosten in Höhe von 25,59 Euro.

  • In den aktuellen Rechnungen tauchen die Neuerungen noch nicht auf. Die LSW verschickt ab heute die Jahresabrechnungen für Strom, Fernwärme und Wasser.

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