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Stadt Wolfsburg Fernwärme weg: Ab Freitag bleiben bis zu 2500 Haushalte kalt
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Fernwärme weg: Ab Freitag bleiben bis zu 2500 Haushalte kalt
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20:26 07.11.2018
Wichtiger Bauabschnitt: Rohre rund um die Ostfalia sind verlegt, jetzt muss die neue Hauptleitung angeschlossen werden. Darum werden viele Wohnungen am Samstag nicht richtig warm. Quelle: Frederike Müller
Wolfsburg

Am Wochenende wird es kalt in vielen Wolfsburger Wohnungen – oder zumindest nur lauwarm. Arbeiten am Fernwärmenetz sind der Grund. Laut LSW sind im schlimmsten Fall rund 2500 Haushalte betroffen.

LSW pumpt 200 Kubikmeter Wasser ab

Im Zuge der Sanierung des Handwerkerviertels und wegen des Neubaus der Hochschule Ostfalia hat die LSW seit Juni dicke Rohre für eine neue Fernwärme-Hauptleitung in der Poststraße, Siegfried-Ehlers-Straße und August-Horch-Passage verlegt. Jetzt soll dieser Teil ans Netz gehen. Doch bevor verschweißt werden kann, müssen die Leitungen an den Anschlussstellen leergepumpt werden. Damit will die LSW laut Bereichsleiter Dieter Rode am Freitag um 20 Uhr beginnen und es könnte bis zu acht Stunden dauern. 100 Kubikmeter Warmwasser werden ins Leitungsnetz zurückgeführt, 100 Kubikmeter Kaltwasser aus dem Rücklauf landen in der Kanalisation.

Schweißarbeiten sollen mit zwei Teams am Samstag zwischen 6 und 22 Uhr laufen, dann ist die Leitung hoffentlich dicht. Im Optimalfall können alle am Sonntag ab 6 Uhr wieder heizen oder duschen.

Notversorgung über kleinere Rohre

Für die Zwischenzeit hat die LSW eine Notversorgung gesichert und mit VW-Kraftwerk abgesprochen, dass das Wasser trotz den erwarteten 13 Grad draußen auf die gleiche Temperatur gebracht wird wie bei Frost. Doch der Durchlauf in den Leitungen beträgt wegen der dünnen Rohre der Alternativ-Anschlüsse nur ein Drittel der normalen Wassermenge.

Zeitpunkt ist bewusst gewählt

Dass die LSW für diese Arbeiten ein Wochenende wählt sei Absicht, so Sprecherin Birgit Wiechert. Man habe Schulen und Kindergärten, Arztpraxen und Gewerbetreibende schonen wollen. Die Versorgung des Klinikums sei gewährleistet, versichert Teamleiter Klaus Jehnert. „Da gab es einen Probelauf.“

Bürger im direkten Umfeld der Baustelle seien über Hauswurfsendungen in Kenntnis gesetzt worden, andere informiere die LSW über Anzeigen und das Internet. Lautsprecherwagen werden nicht eingesetzt. Es sei schließlich eine geplante Maßnahme.

Kritik an der Planung

Aber schlecht geplant, findet PUG-Politiker Jens Tönskötter, Mitglied im Sanierungsbeirat. Er kritisiert, dass die nötigen Arbeiten nicht vor Beginn der Heizperiode fertig waren und dass zum Beispiel Familien mit Kleinkind nur wenig Zeit bekommen, sich auf Probleme vorzubereiten. „Man hätte die Arbeiten vorziehen müssen. Alle wussten doch, dass es schwierig wird“, sagt Tönskötter. „Und früher Bescheid geben!“

Ging nicht, versichern die Verantwortlichen. Erst am Freitag sei es abzusehen gewesen und dann fehlten noch wichtige Absprachen. Marc Heinisch, Teamleiter Sanierung und Stadtplanung, lobt LSW und Baufirmen sogar dafür, dass sie „trotz schwieriger Bedingungen“ den Zeitplan fast eingehalten haben.

Fernwärme: Hier könnte es kalt werden

Weil die LSW die neue Hauptleitung für Fernwärme in der Poststraße ins vorhandene Netz einbindet, kommt es voraussichtlich zwischen Freitag, 9. November, 20 Uhr und Sonntag, 11. November, 6 Uhr zu Einschränkungen bei der Versorgung im Fernwärmenetz in Wolfsburg.

Die LSW rät dazu, am Freitag tagsüber einzuheizen und dann Türen und Fenster am Samstag möglichst geschlossen zu halten.

Betroffen sind die Stadtteile Köhlerberg, Rabenberg, Hageberg, Klieversberg, Eichelkamp und Steimker Berg sowie mehrere Straßenzüge im Innenstadtbereich: nördliche Porschestraße, Rothenfelder-, Windhorst-, Stresemann-, Fichte-, Friedrich-Ebert-, Bebel-, Siemens-, Heinrich-Heine- und Schillerstraße sowie Kurze Straße, Rathenauplan, Rilke-, Dante-, Immermann- und Fontanehof und die Schillerpassage.

Von Andrea Müller-Kudelka

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