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Fast 150 Feuerwehrmänner kämpften gegen die Flammen

Großbrand in Nordsteimke Fast 150 Feuerwehrmänner kämpften gegen die Flammen

Es war ein gewaltiges Aufgebot, mit dem die Feuerwehr den Großbrand in Nordsteimke bekämpfte. Fast 150 Kräfte von Berufs- und Freiwilligen Wehren waren zwischenzeitlich im Einsatz.

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Bis zu 150 Feuerwehrmänner waren in Nordsteimke im Einsatz: „Größte Herausforderung war die Versorgung mit Löschwasser“, sagt Manuel Stanke, Chef der Berufsfeuerwehr.

Quelle: Kevin Nobs

Nordsteimke. „Größte Herausforderung war die Versorgung mit Löschwasser“, sagt Manuel Stanke, Chef der Berufsfeuerwehr (BF) - in der Spitze wurden bis zu 3500 Liter pro Minute benötigt.

Der erste Alarm unter dem Notruf 112 ging um 5.56 Uhr ein, die BF unter Leitung des Vize-Chefs Christian Ebner sowie Nordsteimke rückten aus. Und forderten sofort Verstärkung nach. Von den rund 1000 Quadratmetern Werkstatt- und Wohnbereich standen 300 Quadratmeter im Vollbrand. Außer dem Löschzug der BF waren die Freiwilligen Feuerwehren aus Nordsteimke, Vorsfelde, Reislingen, Barnstorf, Ehmen, Fallersleben und Königslutter (Landkreis Helmstedt) mit 147 Einsatzkräften - darunter 50 Mann unter Atemschutz - aktiv; die VW-Werksfeuerwehr schickte ihren Hubmast, eine ausfahrbare Plattform, die die zwei Drehleitern unterstützte; angefordert wurde auch das THW mit schwerem Gerät. Stanke: „Die Werkstatt ist zum Teil eingestürzt. Wir brauchen Radlader oder ähnliches, um den Schutt auseinander zu ziehen.“

Großbrand in Nordsteimke: Eine Tischlerei und ein benachbartes Wohnhaus gerieten in Flammen.

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3500 Liter Löschwasser pro Minute

Größtes Problem war die Löschwasserversorgung: Die Hydranten allein reichten für die gigantischen Mengen von bis zu 3500 Litern pro Minute nicht aus. Über kilometerlange Schlauchleitungen wurden sämtliche öffentlichen Wasserquellen der Umgebung angezapft, auch der Löschwasserteich jenseits der L 322.

Großbrand in Nordsteimke: Eine Tischlerei und ein benachbartes Wohnhaus gerieten in Flammen.

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Dass in der Tischlerei naturgemäß viel Holz lagerte, machte die Sache nicht einfache, Stanke: „In einem metallverarbeitenden Betrieb gibt es weniger brennbares Material.“ Glücklicher Umstand: Sowohl ein 8000-Liter-Tank mit Öl als auch Farben, Lacke und Lösungsmittel lagerten in einem separaten, abgeschlossenen Raum, auf den das Feuer nicht übergriff. Die Behälter wurden ständig mit Wasser gekühlt. Dass die Bürger über Radio aufgerufen wurden, Fenster und Türen verschlossen zu halten, sei bei einem Brand dieser Größe Standard. Stanke: „Allein der Rauch ist nicht gesund.“

Feuerwehrmann leicht verletzt

Durch die Flammen kam zum Glück niemand körperlich zu Schaden, ein Freiwilliger Feuerwehrmann verletzte sich allerdings beim Einsatz am Knie. Er kam ins Klinikum, Manuel Stanke: „Wir gehen davon aus, dass es keine schwerwiegende Verletzung ist.“

von Ulrich Franke

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