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Stadt Wolfsburg Familie Marinkovic: So geht es weiter
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Familie Marinkovic: So geht es weiter
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20:00 15.04.2019
Haben längst ihren Lebensmittelpunkt in Wolfsburg: Die Marinkovics sind gut integriert. Quelle: Sebastian Bisch
Wolfsburg

1538 Stimmen für Familie Marinkovic: Gestern hat eine Freundin der serbischen Familie ihre Petition abgegeben – an dem Tag, an dem die Marinkovics eigentlich abgeschoben werden sollten.

31 ausgedruckte Seiten sind nun auf dem Weg. Mutter Dijana Marinkovic wird sie ihrem Anwalt überreichen, der wiederum leitet sie weiter an die Niedersächsische Härtefallkommission. Und dann? „Ich glaube, die Chancen stehen fünfzig-fünfzig“, sagt Lisa Lachetta, Judo-Trainierin der kleinen Marija Marinkovic und Initiatorin der Petition. Sie, zwei andere Trainer und auch Eltern aus der Jugendsparte des MTV Vorsfelde haben außerdem Briefe aufgesetzt, um für die Asylbewerber zu argumentieren. „Zu wünschen wäre es der Familie – besonders wegen der Kinder, die hier ihren Lebensmittelpunkt haben.“

Kann ein Arbeitsvisum helfen?

Auch die Flüchtlingshilfe Wolfsburg hat sich für die Serben eingesetzt. Günter Schütte riet der Familie, einen sogenannten „Spurwechsel“ zu versuchen. Falls sie ein Arbeitsvisum erhalten – Vater Predrag Marinkovic arbeitet in einem Wolfsburger Dachdeckerbetrieb – könnten sie vielleicht ebenfalls weiter hier bleiben.

Wie die Chancen stehen, kann aber auch Schütte noch nicht einschätzen: „Ich denke, wenn die Härtefallkommission die Lebensumstände der Familie in Serbien berücksichtigt, müsste sie für ein humanitäres Aufenthaltsrecht plädieren. Roma haben in den Balkanländern meist keine Perspektive – und wir als Deutsche mit unserer nationalsozialistischen Vergangenheit und der Verfolgung der Sinti und Roma sollten uns verpflichtet fühlen, diesen Menschen zu helfen, sofern sie integrationswillig sind.“

Familie Marinkovic: So kämpfen Freunde und Unterstützer gegen die Abschiebung

März 2019: Die vorbildlich integrierte Familie Marinkovic soll abgeschoben werden.

Nur wenige Tage später: Die Sporttrainerin der kleinen Marija ruft eine Petition ins Leben, um ein dauerhaftes Bleiberecht für die Familie zu erwirken.

Drei Tage nach Start: Die Petition knackt die 50-Prozent-Marke, über 750 Menschen haben unterschrieben.

Im April: Die Familie kann vorerst aufatmen, ihre Ausweise sind bis zum 9. Mai verlängert.

Von Frederike Müller

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