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Stadt Wolfsburg Falscher BKA-Beamter ergaunert 1400 Euro von Seniorin
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Falscher BKA-Beamter ergaunert 1400 Euro von Seniorin
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15:00 07.09.2018
Ein bislang Unbekannter überredete eine Wolfsburger Seniorin am Telefon, Geld ins europäische Ausland zu überweisen. Quelle: dpa
Wolfsburg

Wie sich inzwischen herausstellte, wurde das Geld am vergangenen Dienstag nach Moldawien überwiesen. Die Wahrscheinlichkeit es zurückbekommen sei gering, erklärt Polizeisprecher Sven-Marco Claus. Die Seniorin erhielt den Ermittlungen nach zunächst am Montag einen Anruf des angeblichen BKA-Beamten Schwarz in ihrer Wohnung in Detmerode.

Dieser habe einen sehr seriösen Eindruck gemacht, berichtete die Frau bei der Anzeigenerstattung. Er habe sich zunächst beiläufig danach erkundigt, ob die Seniorin über ein Mobiltelefon oder einen Computer verfüge. Als sie erklärte, einen PC zu besitzen, berichtete der Unbekannte, „dass in den Programmen ihres Rechners schlecht über sie geredet werde“.

Überweisung mit „namhaften Finanzunternehmen“

Das BKA ermittele schon und sie als Opfer könne die Ermittlungen mit einem Geldbetrag unterstützen. Daraufhin hob die 79-Jährige am Dienstagvormittag nach einem weiteren Anruf des Täters 1400 Euro bei ihrer Bank in der Innenstadt ab und folgte den Anweisungen des Betrügers. Dieser gab vor, die Summe mit einem namhaften US-amerikanischen Finanzunternehmen an eine Beamtin nach Moldawien zu überweisen.

Diese Firmen bieten einen weltweiten Bargeldtransfer, so dass der Empfänger lediglich die Transaktions-Referenznummer und einen Ausweis benötige, um an das Geld zu gelangen, erläutert ein Ermittler. Um diese Referenznummer zu erfragen, telefonierte der vertrauenswürdig wirkende Polizeibeamte ein letztes Mal mit seinem Opfer.

Polizei mahnt zur Vorsicht

Die Polizei mahnt zur Vorsicht bei derartigen Fällen: „Geben Sie keine persönlichen Daten heraus. Beenden Sie das Gespräch. Legen Sie auf. Lassen Sie sich nicht einschüchtern oder drängen“, sagt Claus.

Wenn möglich sollten Uhrzeit, Namen und die im Display angezeigte Telefonnummer notiert und anschließend umgehend die Polizei per Notruf 110 informiert werden. „Echte Polizeibeamte erkundigen sich niemals am Telefon nach wirtschaftlichen Verhältnissen“, so der Polizeisprecher.

Von Michael Lieb

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