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Stadt Wolfsburg Fallersleber „Kokain-Boss“ muss lange in Haft
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Fallersleber „Kokain-Boss“ muss lange in Haft
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23:55 17.07.2014
Kiloweise mit Kokain und Marihuana gehandelt: Ein 31-Jähriger ist bei einem Drogendeal mit verdecktem Ermittler aufgeflogen. Quelle: Archiv
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Die Staatsanwaltschaft hatte dem Asylbewerber aus Sierra Leone in acht Fällen den Handel mit Kokain und Marihuana in großen Mengen - teils im Kilogramm-Bereich - vorgeworfen. Unter anderem ein Landsmann hatte den Angeklagten im Zeugenstand schwer belastet: Im Asylbewerberheim in Fallersleben, der Dreh- und Angelpunkt der Drogendeals, sei der 31-Jährige als „der Kokain-Boss“ bekannt gewesen. Zum Schluss sah die Staatsanwaltschaft alle Anklagepunkte als bewiesen an und forderte neuneinhalb Jahre Haft.

Das sah die Verteidigung ganz anders. Zwar hatte der Angeklagte selbst gleich zu Prozessbeginn ein Teilgeständnis abgelegt, denn dass er ausgerechnet einem verdeckten Fahnder der Polizei 111 Gramm Kokain verschachern wollte, ließ sich schwer leugnen. Bei diesem geplatzten Deal hatte der 31-Jährige auch noch ein Messer und einen Elektroschocker dabei, was die Sache nicht besser machte. Den Rest der Anklageschrift aber sah die Verteidigung als nicht belegt an und plädierte auf lediglich dreieinhalb Jahre Gefängnis.

Das Gericht sah zwar nicht alle, aber doch eine ganze Reihe der Fälle als nachgewiesen an und verhängte fünf Jahre.

fra

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