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Stadt Wolfsburg „Facing India“: Sechs Künstlerinnen und ihr Blick auf ihr Heimatland
Wolfsburg Stadt Wolfsburg „Facing India“: Sechs Künstlerinnen und ihr Blick auf ihr Heimatland
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19:02 26.04.2018
„Facing India“: Die Ausstellung im Kunstmuseum wird am Samstag eröffnet. Quelle: Boris Baschin
Stadtmitte

Welchen Blick haben indische Frauen auf ihr vom Patriarchat geprägtes Land? Dieser Frage geht die neue Ausstellung „Facing India“ im Wolfsburger Kunstmuseum nach. Fünf der sechs beteiligten Künstlerinnen stellten ihre Arbeiten am Donnerstag persönlich vor.

Der Blick der indischen Frauen auf ihr Land: Reena Saini Kallat gehört zu den sechs Künstlerinnen, die ihre Arbeiten bei „Facing India“ ausstellen. Quelle: Marek Kruszewski

Wer an Indien denkt, hat farbenfrohe Saris, exotische Gewürze und hinduistische Gottheiten vor seinem geistigen Auge. Nichts davon zeigt die Ausstellung in Wolfsburg. Übrigens die erste in Deutschland, die sich mit indischer Kunst aus Frauensicht auseinandersetzt. Die Künstlerinnen Vibha Galhotra, Bharti Kher, Prajakta Potnis, Reena Saina Kallat, Mithu Sen und Tejal Shah, alle zwischen 38 und 49 Jahre jung, setzen sich auf völlig verschiedene Weise mit der Unterdrückung der Frau (jährlich sterben zwei Millionen Inderinnen durch Diskriminierung), massiver Umweltverschmutzung, Digitalisierung auseinander. Verstörend sind Video-Aufnahmen von Frauen in merkwürdig futuristischen Outfits, die auf einer gigantischen Müllkippe und später an einem völlig verdreckten Strand liegen wie weggeworfene Puppen.

Ein Thema verbindet die Frauen ebenso wie die Ausstellung: Sie setzen sich mit Grenzen auseinander. Sei es territoriale Grenzen (es gibt Bilder von Frauen, auf deren Rücken die sich immer wieder verschobene Grenze zu Kaschmir aufgestempelt wurde), religiöse oder soziale Grenzen. Und eben auch Geschlechtergrenzen.

Zweieinhalb Jahre dauerte die Vorbereitung für die Ausstellung. Kuratorin Uta Ruhkamp war in dieser Zeit drei Mal in Indien, nahm Kontakt zu den Frauen auf und setzte sich intensiv mit der pluralistischen Gesellschaft auseinander. Ruhkamp: „Nur durch den Dialog gibt es die Möglichkeit, sich einem so hochkomplexen Land zu nähern.“

Ralf Beil als Direktor des Wolfsburger Kunstmuseum ist stolz auf diese außergewöhnliche Schau, die unter anderem vom Goethe-Institut der Stiftung Niedersachsen und Arte gefördert wird: „Die Welt verändert sich permanent, Museen müssen das auch“, betonte er zu Beginn.

Von Claudia Jeske

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