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FH-Präsident Wolf-Rüdiger Umbach: Langweilig wird es im Ruhestand nicht!

Wolfsburg FH-Präsident Wolf-Rüdiger Umbach: Langweilig wird es im Ruhestand nicht!

Schon 1971 gehörte Prof. Dr. Wolf-Rüdiger Umbach, Jahrgang 1945, als Lehrbeauftragter zur Fachhochschule; ab 1989 war er Rektor, seit 1995 ist er Präsident der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften und setzte sich für den Ausbau des Standorts Wolfsburg ein. Umbach ist seit 1996 außerdem Präsident des Landessportbundes Niedersachsens und bekleidet zahlreiche Ehrenämter; zum Beispiel pfiff er von 1980 bis 1991 als Schiedsrichter im deutschen Profi-Fußball, unter anderem 80 Spiele in der 1. Bundesliga. Am 31. August ist sein letzter Arbeitstag als FH-Präsident. WAZ-Redakteurin Andrea Müller-Kudelka sprach mit ihm.

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FH-Präsident Wolf-Rüdiger Umbach geht in Ruhestand: Die Zahl der Studenten in Wolfsburg stieg unter ihm weit über 3000 (hier bei der Begrüßung der Erstsemester).

Quelle: Britta Schulze

WAZ: Vielen fällt es schwer, sich die Ostfalia ohne Sie vorzustellen. Stehen Sie nach wie vor hinter dem Konzept Fachhochschule?

Prof. Dr. Umbach: Es ist doch so: Wenn man an der Universität studiert, weiß man nicht, wo man später landet. Wenn ich in Wolfsburg Fahrzeugtechnik studiere, habe ich eine hervorragende Berufsanbindung. Für alle, die nicht nur in der Forschung arbeiten wollen, ist die Fachhochschule richtig.

WAZ: Wohin führt der weitere Weg der Ostfalia?

Umbach: Ich habe meinen Stil 24 Jahre lang durchgezogen, auf Wachstum gesetzt. Jetzt ist es wahrscheinlich an der Zeit für eine andere Philosophie. Einige sind der Meinung, der Ausbau erfolgte zu schnell. Als ich mich zum Beispiel für den Standort Wolfsburg eingesetzt habe, musste ich lange erklären, warum er für 1000 Studenten ausgelegt werden soll. Heute haben wir hier stabil 3000 Studenten und sind auf dem Weg zu 4000. Aber der Ausbau der Gebäude kann in der Innenstadt nur langsam voran gehen. Da wird die Stadt vielleicht nochmal helfen müssen...

WAZ: Gedanklich haben Sie sich noch nicht wirklich verabschiedet, nicht wahr?

Umbach: Ich bleibe bis zum letzten Tag und danach gern als Ratgeber. Aber 70 bis 80 Stunden Arbeitszeit, das hält man mit 68 Jahren nicht durch.

WAZ: So richtig in den Ruhestand treten wollen Sie aber trotzdem nicht?

Umbach: Natürlich trete ich als Präsident der Ostfalia in den Ruhestand. Aber ich bin noch ein Jahr lang Präsident des Landessportbundes, habe sechs Ehrenämter, die ich weiterführen werde. Außerdem habe ich ein großes Grundstück, ein Haus und endlich Zeit für meine Enkel. Langweilig wird es bestimmt nicht!

WAZ: Einigen dürften Sie auch noch als Bundesliga-Schiedsrichter bekannt sein. Greifen sie wieder zur Pfeife? Und sind Sie selbst Fan eines bestimmten Teams?

Umbach: Ich habe seit 1991 nie wieder gepfiffen und werde es nie wieder tun. Mit 18 habe ich selbst bei Eintracht Braunschweig gespielt - und natürlich schlägt mein Herz für die Eintracht. Aber ich freue mich auch über Erfolge von Hannover, Wolfsburg oder Osnabrück. Es ist schön, dass Niedersachsen so viele Spitzenteams hat!

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