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Experte rät: Unbekannte Pilze stehen lassen

WAZ-Interview mit Rainer Stelzer: Experte rät: Unbekannte Pilze stehen lassen

Es gibt immer mehr Todesfälle unter Pilzsammlern. Deshalb ist es besonders wichtig, giftige Pilze zu kennen. Wer sie nicht kennt, sollte sie unbedingt stehen lassen, rät Experte Rainer Stelzer.

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Rainer Stelzer rät: Unbekannte Pilze, die man nicht kennt, sollte man stehen lassen.

Quelle: WAZ

Wolfsburg. Es ist wieder Pilzsaison: Viele Menschen zieht es in den Wald, um Pilze zu sammeln und später daraus leckere Gerichte zu zaubern. Aber es gibt wichtige Verhaltensregeln zu beachten, denn es gibt auch Pilze, die für Menschen giftig sind. Die WAZ sprach mit dem Experten Rainer Stelzer aus Nordsteimke.

Es ist Pilzsaison. Doch es gibt nicht nur schmackhafte Pilze, sondern auch giftige. Was ist bei der Suche unbedingt zu beachten?

Man sollte die Pilze, die man nicht kennt, stehenlassen.

Kann man sich als Laie ohne fachkundige Begleitung auf Pilzsuche begeben?

Ja. Steinpilze, Maronen und Pfifferlinge kennt jeder und die sollte der Laie sammeln. Und wie gesagt, die die man nicht kennt, stehenlassen.

Lassen sich Giftpilze erkennen, zum Beispiel am Geschmack?

Überhaupt nicht. Die Aussage, dass man Giftpilze an ihrem sehr bitteren Geschmack erkennen kann, ist sogar sehr gefährlich. Sie könnte dazu führen, dass unbedarfte Sammler Pilze, die nicht bitter sind, als essbar einstufen. Gerade die gefährlichsten Giftpilze wie Knollenblätterpilz fallen nicht durch einen bitteren Geschmack auf. Deshalb gilt die Faustregel: Was ich nicht kenne, lasse ich stehen und trete es auch nicht kaputt. Denn ein Pilz, der für die Menschen schädlich ist, können Wildschweine oder andere Tiere gefahrlos fressen.

Satansröhrling und Pantherpilz sind auch sehr giftig...

Aber sie sind keinesfalls so gefährlich wie der Knollenblätterpilz. Der Satansröhrling, in der Form eines Steinpilzes, hat eine rötliche Hutunterseite und ist sehr selten. Der Pantherpilz hat einen geriffelten Hutrand und verfärbt sich nicht rötlich an Bruchstellen wie der Perlpilz.

Interview: Sylvia Telge

Von Sylvia Telge

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