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Stadt Wolfsburg „Experimente“ mit Joint und Drogen: Nun ist der Führerschein futsch
Wolfsburg Stadt Wolfsburg „Experimente“ mit Joint und Drogen: Nun ist der Führerschein futsch
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00:17 22.06.2018
Amtsgericht: Weil er unter Drogen auf der B 188 unterwegs war, ist ein 25-Jähriger seinen Führerschein los. Quelle: Boris Baschin
Wolfsburg

Zu 900 Euro Geldstrafe und Entziehung der Fahrerlaubnis hat das Amtsgericht einen Wolfsburger (25) nach einer Irrfahrt verurteilt. Der Angeklagte hatte sich, zugedröhnt mit Marihuana und Beruhigungsmitteln, ans Steuer seines Golf gesetzt und andere Autofahrer auf der B 188 durch waghalsige Manöver und Schlangenlinien in Angst und Schrecken versetzt. Zum Glück rasierte der Mann nur einen Leitpfosten, bevor sein Auto zum Schluss wie in Zeitlupe in einen Straßengraben rollte.

„Wie leblos“ lag der Fahrer auf dem Beifahrersitz

Ein Paar (28 und 33 Jahre alt), das am 4. Juni auf der B 188 ein Stück weit hinter dem Golf des Angeklagten fuhr, schilderte anschaulich die Gefährlichkeit der Situation. , als der Angeklagte plötzlich bis auf die Gegenfahrbahn nach links ausscherte – dort herrschte reger Verkehr. „Der Gegenverkehr musste extrem ausweichen“, so der 33-Jährige. „Wir hatten Angst, dass es gleich zum Unfall kommt.“ Zum Glück ging’s gut. Wenig später rasierte der 25-Jährige einen Leitpfosten. Als er schließlich bei Kästorf rechts abbiegen wollte, rollte der Wagen „fast wie in Zeitlupe“ in den Graben. Der Zeuge aus dem nachfolgenden Auto eilte zur Unglücksstelle und fand den Fahrer, wie er „schräg auf dem Beifahrersitz lag, wie leblos.“ Er zerrte den 25-Jährigen aus dem Wagen, mit einer Flasche Wasser päppelte das Paar den Mann wieder auf, dann kam auch schon die Polizei.

„Leider herumexperimentiert“ – sonst keine Erinnerung mehr

Eine rechte Erinnerung an das Geschehen hatte der Angeklagte nicht: „Am Vortag hatte ich mit früheren Arbeitskollegen leider rumexperimentiert.“ Zum Experiment gehörten Marihuana sowie ein halbes Dutzend verschiedene Beruhigungsmittel, die sich alle noch im Blut fanden. Allein der THC-Wert (Wirkstoff von Cannabis) war so hoch, dass es selbst ohne jedweden gefährlichen Vorfall „für einen Monat Fahrverbot und 500 Euro Geldbuße gereicht hätte“, hielt der Vorsitzende dem Angeklagten vor. An einer möglichen Straßenverkehrsgefährdung (da wäre die Strafe erheblich höher ausgefallen) schrammte der Angeklagte gerade so vorbei, für seine offizielle „vorsätzliche Trunkenheitsfahrt“ brummte ihm das Gericht 60 Tagessätze zu je 15 Euro auf, zudem wurde der Führerschein eingezogen und eine zehnmonatige Sperrfrist verhängt.

Von Ulrich Franke

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