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„Es wird ein heißer Tanz – und ich werde mittanzen“

Ministerpräsident Stephan Weil in Wolfsburg „Es wird ein heißer Tanz – und ich werde mittanzen“

Zwei Themen ließen sich bei einer Dialogveranstaltung in Wolfsburg nicht vermeiden. Ministerpräsident Stephan Weil drückte sich weder vor der Dieselaffäre noch vor der Personalie der Ex-Grünen, die seine Regierungsmehrheit in Hannover kaputt gemacht hat.

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Ministerpräsident Stephan Weil in Wolfsburg: Auch das ZDF war vor Ort und führte ein kurzes Interview.

Quelle: Gero Gerewitz

Wolfsburg. Eine Grüne wechselt zur CDU und kippt damit die Mehrheit der rot-grünen Landesregierung von Stephan Weil: An der Personalie Elke Twesten kam der Ministerpräsident auch in Wolfsburg am Montagabend bei seinem Besuch in Wolfsburg nicht vorbei. Ebenso wenig wie an der Dieselaffäre bei Volkswagen. Wollte er aber ohnehin nicht.

Zur Abtrünnigen: „Es war ein heftiger Einschlag“, gestand Weil zu Beginn der Dialogveranstaltung ein. Die noch am Montag festgesetzte Neuwahl des Landtags am 15. Oktober sei der beste Weg, „aus dieser Krise zu kommen“. Nach der Abschaffung der Studiengebühren sei das Ende der Kitagebühren in Niedersachsen für Stephan Weil ein ganz wichtiges Ziel. Wegen dieses und weiterer Themen wolle sich der 58-Jährige zur Wiederwahl stellen. Weil versicherte vor den Zuhörern mit Blick auf die Landtagswahl: „Es wird ein ganz heißer Tanz – und ich werde ihn mittanzen, liebe Freunde!“

Nicht wütend, nur traurig

Wütend sei der Landesvater angesichts des völlig überraschenden Wechsels der Grünen Twesten zur Opposition übrigens nicht gewesen, nur „tieftraurig“. Die WAZ wollte im Gespräch nach der Veranstaltung wissen: Explodiert man da nicht auch mal, wenigstens zu Hause in den eigenen vier Wänden? Weil ganz ruhig: „Dazu bin ich nicht der Typ.“ Twestens Entscheidung nannte er „Egoismus“, der in Politik und Demokratie fehl am Platze sei.

Zum Dieselskandal: Stephan Weil ging offen mit der Kritik an der Tatsache um, dass er 2015 eine Rede als Ministerpräsident zunächst bei Volkswagen vorgelegt hatte. Angesichts der Schwere der Vorwürfe im Rahmen des Dieselskandal sei ein reiner Faktencheck durch VW wichtig gewesen. Oberbürgermeister Klaus Mohrs (SPD) sah’s genau so, stand auf und stärkte Weil mit einigen Worten den Rücken.

Von Kevin Nobs

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