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Erste Erfolge gegen Einbrecher-Banden

Polizei: Fallzahlen rückläufig Erste Erfolge gegen Einbrecher-Banden

In den letzten Jahren galt Wolfsburg als Einbruchs-Hochburg, jetzt zeichnet sich eine positive Entwicklung ab: Die Zahl der Fälle ist in 2017 bislang deutlich rückläufig.

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Einbrecher am Werk: Die Fallzahlen sind in diesem Jahr in Wolfsburg deutlich rückläufig.

Quelle: Archiv (Symbolbild)

Wolfsburg. In den letzten zwei Jahren hatte sich Wolfsburg zur Einbruchs-Hochburg entwickelt – Diebe stiegen jeweils in rund 300 Häuser oder Wohnungen ein. Dieses Jahr ist der Trend deutlich rückläufig. Wohl nicht nur Zufall, wie auch Polizeisprecher Sven-Marco Claus sagt: „Der Aufwand trägt Früchte“. Nach der dramatischen Entwicklung hatte die Polizei die Bekämpfung des Problems als „Priorität eins“ bezeichnet.

Jeweils rund 300 Einbrüche bei Privatleuten gab es in Wolfsburg 2015 und 2016, was einen sprunghaften Anstieg bedeutete. Eine statistische Auswertung für dieses Jahr gibt es zwar noch nicht, dafür einen ganz klaren Trend: Gefühlt sind die Fallzahlen deutlich rückläufig. Verging in den letzten Jahren kaum ein Wochenende mit weniger als drei oder vier Einbrüchen, ist es aktuell viel ruhiger.

Serientäter aus dem Verkehr gezogen

Die Gründe sind vielschichtig. Noch im Laufe des letzten Jahres hatte die Polizei drei Serientäter aus Bosnien und Albanien aus dem Verkehr gezogen – wer sitzt, sündigt nicht. Zudem hatte Polizeichef Olaf Gösmann dem Thema die Priorität eins zugeordnet. Was das bedeutet, weiß Sprecher Sven-Marco Claus: „Bereichsübergreifende Ermittlungen, bessere Tatortaufnahme, verdeckte Fahndungsmaßnahmen mit zivilen Kräften im operativen Bereich, dazu aber auch deutlich höhere Präsenz uniformierter Streifen“ – das erhöhe nicht nur das subjektive Sicherheitsgefühl der Bevölkerung, sondern wirke auf Einbrecher mit Sicherheit auch abschreckend. Ob auch das testweise praktizierte „Premap“-Computerprogramm zur Tatort-Vorhersage noch vor dem Einbruch (WAZ berichtete) bereits erste Erfolge zeitigt, ist zwar nicht belegt; geschadet hat es sicherlich nicht.

Dennoch bleibt viel zu tun, weiß auch Polizeisprecher Claus: „Bald beginnt die dunkle Jahreszeit. Und dann werden die Fallzahlen vermutlich auch wieder ansteigen.“ Aber zumindest besteht die Hoffnung, dass die Polizei sie in Grenzen hält.

Von Ulrich Franke

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