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Ermittlungsleiter: Opfer stand weinend vor Haus

Wolfsburg im Gericht Ermittlungsleiter: Opfer stand weinend vor Haus

Rückschlag für die Verteidigung im Prozess um versuchten Mord am Berliner Ring. Das Landgericht hat den Antrag zurückgewiesen, ein Glaubwürdigkeits-Gutachten des vermeintlichen Opfers erstellen zu lassen.

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Nach der Bluttat vom Berliner Ring: Angeklagter, Verteidigerin (l.) und Dolmetscherin beraten sich im Landgericht.

Quelle: Foto: Franke

Ein 35-jähriger Italiener ist angeklagt, am 2. April in der gemeinsamen Wohnung am Berliner Ring seine Lebensgefährtin (40) vergewaltigt und mit Messerstichen fast getötet zu haben (WAZ berichtete). Schwer belastet wird er durch die Aussage der 40-Jährigen. Deren Glaubwürdigkeit wollte die Verteidigung durch ein Gutachten überprüfen, das Schwurgericht wies diesen Antrag ab

Am gestrigen Verhandlungstag wurden weitere Zeugen gehört. Dabei ging es auch um einen Vorfall, der sich einige Wochen vor der Bluttat ereignete. Damals hatte eine Nachbarin (25) bei einem lautstarken Streit in der Nachbarwohnung die Polizei gerufen: „Die Nachbarin hat sich damals hinterher bei mir bedankt. Sie war völlig verweint.“

Schließlich sagte der Ermittlungsleiter der Polizei (59) aus. Er berichtete, wie man das Ex-Paar aus Angst vor familiären Racheakten in verschiedenen Kliniken untergebracht und Wachen abgestellt hatte - zum Glück passierte nichts. Bei der Bluttat seien beide Beteiligten schwer verletzt worden: „Hätte man die Hilferufe der Frau nicht gehört, wären beide in der Wohnung verblutet.“ Dass er die Frau als das Opfer ansieht, daran ließ der Beamte keinen Zweifel. Wochen nach der Bluttat habe man ihre persönlichen Sachen aus der Wohnung holen wollen: „Sie hat nicht einmal das Treppenhaus betreten. Sie stand vor dem Haus und weinte.“

Der Prozess wird fortgesetzt.

fra

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