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Erfolgreiches Jahr für Figurentheater

Bollmohr-Scheune Erfolgreiches Jahr für Figurentheater

Die Wolfsburger Figurentheater Compagnie blickt auf ein arbeitsreiches Jahr zurück. Über 200 Aufführungen gab es für Brigitte van Lindt und Andrea Haupt.

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Wolfsburger Figurentheater Compagnie: In der Bollmohr-Scheune feierte dieses Jahr unter anderem eine neue Fassung von „Frau Holle“ Premiere.
 

Quelle: Boris Baschin

Hesslingen.  Hinter der Wolfsburger Figurentheater Compagnie liegt ein arbeitsreiches Jahr. Es gab rund 80 Aufführungen im eigenen Theater in der Bollmohr-Scheune, dazu kommen 130 Gastspiele in ganz Deutschland. Außerdem feierten die beiden Puppenspielerinnen jeweils mit einem Stück Premiere: Andrea Haupt zeigte „Cowboy Klaus und sein Schwein Lisa“, Brigitte van Lindt präsentierte „Frau Holle“ – in einer modernen, zeitgemäßen Interpretation.

„Es ist bereits die dritte Fassung von ,Frau Holle’, die ich in meiner langen Berufstätigkeit spiele“, erklärt Brigitte van Lindt. Das Stück ist der Zeit angepasst, deshalb spielen die Verwandtschaftsverhältnisse und das Thema böse Stiefschwester keine Rolle. „Es gibt so viele Patchworkfamilien, da würden wir Kinder nur verunsichern“, erklärt die Puppenspielerin. Auch die Spindel, die im klassischen Märchen eine wichtige Rolle spielt, taucht in der Fassung der Figurentheater Compagnie nicht auf. Eine Spindel kenne das junge Publikum heute nicht mehr, deshalb tritt an die Stelle der Spindel ein Schal, der dann in den Brunnen fällt. Weil die Goldmarie ihn wieder rausholen möchte, fällt sie in den Brunnen und landet bei Frau Holle. Ab da läuft die Handlung wie im Märchen ab.

„Das Ende haben wir aber geändert“, erklärt Brigitte van Lindt. Es ist ein versöhnlicher Schluss. Im Märchen erhält die fleißige Goldmarie ein goldenes Kleid von Frau Holle als Dankeschön für die tüchtige Hilfe, die faule und hässliche Pechmarie wird mit Pech übergossen – das Pech bleibt lebenslang an ihr hängen. Nicht so bei der Figurentheater Compagnie: Dort wäscht Goldmarie die schwarze Schicht von der Haut der Schwester runter – und die böse Pechmarie entschuldigt sich. „Damit wollen wir zeigen, dass es zwar schwer ist, sich zu entschuldigen, aber wichtig ist“, erklärt van Lindt.

Am 28. Dezember fällt dieses Jahr das letzte Mal der Vorhang in der Bollmohr-Scheune. Dann geht es in den Urlaub. Zwei Wünsche haben die Puppenspielerinnen für 2018: „Dass unser Mietvertrag, der bald ausläuft, verlängert wird“, so Brigitte van Lindt. Und dass FSJ- und Bürokraftstelle erhalten bleiben.

Von Sylvia Telge

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