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Erbpacht-Posse: Detmeroder sind stinksauer auf die Stadt

Wolfsburg Erbpacht-Posse: Detmeroder sind stinksauer auf die Stadt

Detmerode. Bürger aus Detmerode sind sauer auf die Stadt. Sie sollen nach vielen Jahren plötzlich ihre Vorgärten zurückbauen oder eine höhere Erbpacht zahlen.

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Sollen nach Jahrzehnten Erbpacht für ihre schmalen Vorgärten zahlen: Anwohner um Viola Rössler und Hermann Rodenbäck sind sauer.

Quelle: Boris Baschin

Viola Rössler staunte nicht schlecht, als ihr Ende September Post von der Stadt ins Haus flatterte. Der schmale Vorgarten ihres Reihenhäuschens in der Detmeroder Friedrich-Naumann-Straße liege auf öffentlichem Grün, beschied man ihr - sie möge die Fläche dazu pachten oder das Beet zurückbauen. Den Nachbarn links und rechts erging es nicht anders, jetzt staunen alle gemeinsam: „Genau diese Vorgärten gibt es hier überall seit vielen Jahrzehnten, niemand hat sich je daran gestört. Was will die Stadt jetzt plötzlich?“

In erster Linie wohl Geld, wie dem Schreiben aus dem Rathaus zu entnehmen ist. Rund 100 Euro Erbpacht mehr im Jahr für den einen Meter schmalen Streifen, dazu Kosten für Vermessung, notariellen Zusatz zum Erbbaurechtsvertrag, Abwasserbeitrag - ansonsten müsse der Rückbau erfolgen.

Etwas zurück zu bauen, was sie selbst nie gebaut haben, will den Nachbarn nicht recht einleuchten. Bis zu 41 Jahre wohnen die betroffenen Familien hier und schwören Stein und Bein: Beim Kauf der Immobilien sah es bereits genau so aus wie heute. „Das hatte der damalige Bauherr, die Niedersächsische Heimstätten GmbH, in den 60-er Jahren bestimmt von Anfang an genau so angelegt“, vermutet Hermann Rodenbäck. Eine womöglich nicht ganz grundlose Vermutung: Irgendwie sieht es in der ganzen Naumann-Straße mit den vielen schmalen Vorgärten genau so aus wie vor den Häusern mit den Nummern 57, 59 und 61.

Und es sieht nicht nur gleich aus - „das sieht auch schön und gepflegt aus, genau so stellt man sich das vor“, findet Ortsbürgermeister Ralf Mühlisch. Offenbar jahrzehntelang hätten sich die Bürger darum gekümmert, dass es schön bleibt: „Die Stadt sollte sich bei ihnen bedanken, statt sie zu bestrafen.“

fra

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