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Stadt Wolfsburg „Er wurde vor seinen Augen getötet“
Wolfsburg Stadt Wolfsburg „Er wurde vor seinen Augen getötet“
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12:43 11.03.2018
Beratung traumatisierter Flüchtlinge: Dr. Hamid Bashiriyeh (rechts) und Gunter Schuller. Quelle: Roland Hermstein
Laagberg

Leiter Gunter Schuller entwickelte das Konzept und konnte den iranisch-stämmigen Psychologen Hamid Bashiriyeh für die Mitarbeit gewinnen.

Psychologe spricht fließend persisch

Seit knapp einem Jahr arbeitet der fließend persisch sprechende Master-Psychologe mit Flüchtlingen, die durch Krieg, Verlust und Gewalt traumatisiert sind. „Eine Frau musste ihren Sprachkursus abbrechen, weil sie immer wieder von Flashbacks, Bilder ihrer Vergewaltigung, überflutet wurde“, erklärte Schuller. Die Symptome eines Traumatas kommen oft viel später zum Vorschein. Ein 17-Jähriger war neun Monate im Krieg mit Erlebnissen konfrontiert, die ihn gebrochen haben. Erst ein Jahr später, als er in Deutschland zur Ruhe kam, erschienen heftigste Symptome. „Er litt unter ständigen Schuldgefühlen, weil im Krieg ein Kamerad um Hilfe rief und er nicht helfen konnte. Er wurde vor seinen Augen getötet“, so Bashiriyeh. Drogen und Selbstverletzung beherrschten vor der psychologischen Beratung das Leben des jungen Mannes. Die Beratung half, mittlerweile konnte er eine Ausbildung beginnen.

Eine syrische Familie in Deutschland: Häufig leiden die Geflüchteten unter erlebte Traumata. Quelle: dpa-Zentralbild

40 Personen konnte seit Beginn des Projektes geholfen werden. Die Kosten von 230.000 Euro unterstützt die Deutsche Fernsehlotterie mit einer dreijährigen Förderung von 176.000 Euro, den Rest trägt die Kirche.

Wer psychologische Beratung braucht, kann sich an folgende Telefonnummern wenden: 05361/13162 oder 0175/3733843.

Von Karin Fuchs

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