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Engagiert: Ehepaar Bricke betreut jetzt die Tschernobyl-Aktion

Wolfsburg Engagiert: Ehepaar Bricke betreut jetzt die Tschernobyl-Aktion

Zehn Jahre lang haben Theda und Arnulf Baumann die Tschernobyl-Ferienaktion der evangelischen Landeskirche in Wolfsburg betreut, jetzt traten sie zurück (WAZ berichtete). Ihre Nachfolger sind Martina und Eckhard Bricke aus Sülfeld.

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Tschernobyl-Aktion: Martina und Eckhard Bricke koordinieren jetzt das Projekt. Die Kinder und Eltern aus dem weißrussischen Gomel kommen jedes Jahr nach Wolfsburg und verbringen hier ihre Ferien (Foto unten).

Quelle: Photowerk (bas)

Das Ehepaar nimmt seit drei Jahren Mütter und Kinder aus der Region um die weißrussische Stadt Gomel auf. Ab sofort koordiniert es den vierwöchigen Aufenthalt der Gäste, die aus dem verstrahlten Gebiet nahe des Tschernobyl-Reaktors kommen. Ganz wichtig bei den Aufgaben: Gasteltern suchen. „Es gibt zwar einen festen Stamm von zehn bis 15, aber wir können noch mehr gebrauchen“, sagt Eckhard Bricke. Wer Lust hat, sollte sich möglichst bald melden, weil die Brickes bereits im Oktober die Namen der Gasteltern bei der Landeskirche melden müssen.

Die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl ist zwar schon über 25 Jahre her, die Bewohner der Region leiden aber immer noch unter den Folgen. „Fast alle Kinder haben Allergien und leiden unter Immunschwäche“, erzählt Martina Bricke. Oberstes Ziel sei es deshalb, gerade den Kleinen erholsame Ferien mit schönen Ausflügen und viel Abwechslung zu bieten. Aber auch die Mütter sollten mal richtig entspannen. Ein Besuch in der Autostadt komme immer

gut an, dort machten die Kleinen einen Kinderführerschein – und alle waren sehr stolz darauf. Auch der einwöchige Aufenthalt im Harz sei sehr beliebt. Stockbrot überm Feuer backen, gemeinsam Gerichte aus der Heimat kochen – „das bringt die Familien zusammen und macht ihnen viel Spaß“, sagt Eckhard Bricke.

Durch die Tschernobyl-Aktion sind echte Freundschaften entstanden, auch die Brickes waren schon privat in Weißrussland. Die Gastfreundschaft sei einmalig, aber das Leben nach der Reaktorkatastrophe mache auch nachdenklich.

  • Wer die Tschernobyl-Aktion als Gasteltern unterstützen möchte, sollte sich bei den Brickes unter Tel. 05362/52771 melden.

syt

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