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Stadt Wolfsburg Eine der ersten Wolfsburgerinnen: Brunhilde Keiser
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Eine der ersten Wolfsburgerinnen: Brunhilde Keiser
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17:52 26.06.2018
So alt wie die junge Stadt Wolfsburg: Brunhilde Keiser vor ihrem Geschäft in der Porschestraße. Quelle: Roland Hermstein
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Wolfsburg

Brunhilde Keiser gehörte zu einer der ersten 200 Familien in Wolfsburg, als sie mit ihren Eltern und drei Brüdern 1939 herzog. Dieses Jahr werden die Stadt und Brunhilde Keiser 80 Jahre alt. Sie haben viel miteinander erlebt – nach einigen bewegten Jahrzehnten führt die Wolfsburgerin heute das Uhrengeschäft Keiser.

Nach dem Krieg wurde alles umbenannt

„Ich kam im Kinderwagen und bei Verdunklung – damals war ja Krieg“, erzählt Keiser. Zuerst zog die Familie in eine Baracke, 1940 wurde das Haus in der Moltkestraße 12 fertig und sie zogen um. Seither hat sich alles verändert: „Damals waren hier nur Spargelfelder, ein paar Häuser in Heßlingen und das Schloss“, erinnert sich Keiser. Die Wohnung gibt es noch, doch heute liegt sie in der Schillerstraße 42, weil nach Kriegsende alles umbenannt wurde. Auch die Stadt an sich: 1945 gehörte Brunhilde Keiser, die damals noch Heyn hieß, zur ersten Klasse, die offiziell in „Wolfsburg“ eingeschult wurde. Ihre drei Brüder waren noch in der „Stadt des KdF-Wagens“ in die Schule gekommen.

An ihre Kindheit in Wolfsburg hat sie schöne Erinnerungen: „Auf der Schillerstraße sind wir im Winter immer schön geschlittert – und wenn der Streuwagen mit Kohle kam, wurde sofort einer von uns losgeschickt mit dem Besen!“ Autofahrer gab damals wenige auf den breiten Wolfsburger Straßen, „höchstens abends mal der Herr Nordhoff“.

Lehre bei Juwelier Ackermann

Nach der Schule begann die junge Wolfsburgerin eine kaufmännische Lehre beim Juwelier Ackermann in der Heinrich-Heine-Straße. Darüber lernte sie Hasso Keiser kennen, Ackermanns Konkurrent. „Wir haben uns verabredet. Nein, eigentlich hat er sich mit mir verabredet, ich wollte ja gar nicht“, erzählt die heute 79-Jährige. Meister Ackermann tobte, als er davon erfuhr – und wurde unfreiwillig zum Kuppler. „Er sagte: ,Ich verbiete Ihnen das!’“, erinnert sich Keiser. „Und das Verbotene reizt.“ Zwei Jahre später heirateten Brunhilde und Hasso, die Ausbildung hatte die 19-jährige Braut inzwischen bei einem anderen Uhrmacher beendet.

Gemeinsam betrieb das Paar eigene Filialen, zuerst im Schachtweg 23, später in der Porschestraße. 1966 und 1968 werden ein Sohn und eine Tochter geboren („Das erste war ein Wunschkind – und das zweite dann auch herzlich willkommen.“) Doch Hasso Keiser, 19 Jahre älter als seine Frau, starb schon 1971 an einem Herzinfarkt. Die 33-jährige Witwe engagierte ein Hausmädchen, arbeitete weiter: „Wir hatten zehn Mitarbeiter, die haben alle zu mir gehalten. Und das Gute war: Ich war ja in der Branche zu Hause.“ Das ist sie immer noch: Im heutigen Geschäft in der Porschestraße 44 steht sie regelmäßig selbst hinter dem Ladentisch. Aus Wolfsburg hat sie sich in all den Jahren nie fort gewünscht: „Ich war sehr viel auf Reisen und freue mich immer, nach Hause zu kommen.“

Von Frederike Müller

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