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Stadt Wolfsburg Einbruch-Saison beginnt: Sichere Fenster und Türen halten Diebe fern
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Einbruch-Saison beginnt: Sichere Fenster und Türen halten Diebe fern
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21:00 28.09.2018
Seit Anfang des Monats hat es bereits ein Dutzend Einbrüche in Wolfsburg gegeben. Quelle: Symbolfoto: dpa
Wolfsburg

Mit Beginn der dunklen Jahreszeit häufen sich die Einbrüche. Allein seit Anfang September hat die Wolfsburger Polizei ein Dutzend Fälle registriert. Einen spektakulären Einsatz gab es erst am Mittwoch, als die Polizei mit mehreren Streifenwagen, Spürhunden und einem Polizeihubschrauber Diebe in Danndorf jagte, die zuvor auf frischer Tat ertappt worden waren. Doch was können Haus- und Wohnungsbesitzer eigentlich gegen ungebetenen Besuch tun?

Die Polizei sagt: Sichere Fenster und Türen sind das A und O. Wie effektiv Sicherheitsvorkehrungen sind, wird mit Blick auf die aktuelle Kriminalitätsstatistik deutlich: Zuletzt blieb es bei 40 Prozent aller registrierten Delikte beim Einbruch-Versuch. 2016 lag der Wert noch bei 30 Prozent. Wichtig zu wissen: „Diebe geben in der Regel schon nach kürzester Zeit auf, wenn sie keine Aussicht auf Erfolg sehen“, sagt Kriminalhauptkommissar Horst-Peter Ewert. Und sichere Fenster und Türen helfen dabei natürlich.

Im Gespräch über das Thema „Einbrüche“: (v.l.) Polizeisprecher Sven-Marco Claus, Kriminalhauptkommissar Horst-Peter Ewert und Polizeisprecher Thomas Figge. Quelle: Britta Schulze

Die Polizei bemühe sich neben der Aufklärung von Diebstahldelikten deshalb eben auch um den „präventiven Ansatz“, erklärt Polizei-Pressesprecher Sven-Marco Claus. Unverständlich sei, dass auch heute noch in viele neue Gebäude Fenster und Türen mit einfachsten Sicherheitsstandards eingebaut würden.

Diebe halten nach Objekten spontan Ausschau

Doch wie gehen die Täter eigentlich vor? „Viele glauben, dass der Tatort vorher lange ausbaldowert wird. Doch das ist meist nicht so“, weiß Ewert. In der Regel sei es so, dass die Diebe spontan Ausschau hielten, wo niemand zu Hause ist. Kein Licht, volle Mülleimer und Briefkästen seien die Kriterien. Um sicher zu gehen, sei es gängige Masche, vor einem Einbruch zu klingeln. „Macht unerwartet jemand auf, werden belanglose Fragen gestellt oder die Leute geben sich als Bettler aus und ziehen in ein anderes Quartier weiter“, weiß Ewert.

Eingebrochen werde tatsächlich meist durch Terrassentüren oder Fenster. Hier machten auch abschließbare Griffe Sinn, so der Experte. Die Haustür sei seltener das Ziel. Abhängig sei das allerdings immer von den jeweiligen Sichtachsen vor Ort. „Oft sagen Leute, bei uns gibt es nichts zu holen. Doch das stimmt nicht“, so Ewert. Mitgenommen würden immer wieder Portemonnaies, Haushaltskassen, Spardosen von Kindern, höherwertige Spirituosen, Schmuck, Uhren und EC-Karten.

Polizei: Gut die Hälfte der Einbrüche sind tagsüber

Nach den Erfahrungen der Wolfsburger Polizei passieren gut die Hälfte der Einbrüche tagsüber, ein großer Teil in der Dämmerung und die wenigsten nachts. Grundsätzlich würden Diebe jeden Stress vermeiden. „Wenn sie feststellen, dass doch jemand da ist, flüchten sie meist“, weiß Ewert. Eine Waffe hätten die Täter in der Regel nicht. Denn: Wer bewaffnet erwischt wird, den erwartet eine deutlich höhere Strafe.

Die Polizei bietet zum Thema Einbruchschutz kostenfreie Beratung an. Ewert weist darauf hin, dass es für Investitionen in Fenster und Türen Zuschüsse gibt. Mehr dazu im Internet unter www.polizeiberatung.de.

Der jüngste Einbruch war in Nordsteimke

Erst am Freitag meldete die Polizei erneut einen Einbruch: In Nordsteimke, Wohldring, stiegen Diebe über ein Fenster in ein Wohnhaus ein und entwendeten zwei Digitalkameras. Dabei wurden sie offensichtlich gestört, denn sie verließen fluchtartig das Gebäude. Die Polizei bittet Zeugen, sich unter Telefon 05361/46460 zu melden. Wichtig: Wer einen Einbruch beobachtet, sollte immer zuerst die Polizei verständigen – und nie selbst nachschauen.

Von Michael Lieb

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