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Einbruch: Gefängnis für Enten-Dieb

Wolfsburg Einbruch: Gefängnis für Enten-Dieb

Mit sechs gefrorenen halben Enten fing es an und endete gestern mit einem vierstündigen Prozess vor dem Schöffengericht. Dort musste sich ein Wolfsburger (30) wegen mehrerer Einbrüche verantworten – darunter in ein China-Lokal, wo er das Geflügel mitgehen ließ.

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Die Beute: Sechs gefrorene halbe Enten.

Der 30-Jährige und sein (bislang unbekannter) Komplize waren am 30. Dezember 2010 überrascht worden, als sie aus dem Restaurant in der Fuzo flüchteten. Während der Mittäter entkam, schnappte die Polizei den Angeklagten, der die Enten in einem Rucksack auf dem Rücken bei sich trug. Während der Festnahme sprühte der Mann Pfefferspray und verletzte damit gleich vier Beamte.

Der Staatsanwalt sah darin einen räuberischen Diebstahl – Mindeststrafe fünf Jahre. Er beantragte, den Prozess zum Landgericht zu verweisen. Das Gericht folgte aber der Sicht des Verteidigers, der die Tat als Diebstahl mit Waffen, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und gefährliche Körperverletzung wertete: Schließlich habe der 30 Jährige sich gewehrt, weil er vom Tatort weg wollte und nicht etwa, weil er unbedingt die sechs Enten behalten wollte.

Zusammen mit einem weiteren Einbruch in ein China-Restaurant im Heinenkamp und einem versuchten Einbruch ins Pfarrbüro St. Christophorus verhängte das Gericht 22 Monate Gefängnis.

bm

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