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Einbrecher hatten Hochkonjunktur an den Feiertagen

Polizei zieht Bilanz Einbrecher hatten Hochkonjunktur an den Feiertagen

Schöne Bescherung: Die Wolfsburger Polizei registrierte über Weihnachten und Neujahr sage und schreibe 30 Einbrüche in Wohnungen und Häuser. „Oft waren die Besitzer im Urlaub“, sagt Polizeisprecher Sven-Marco Claus – und Türen oder Fenster nur unzureichend gesichert.

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Ein Einbrecher schleicht ins Haus: Oft sind Fenster und Terrassentüren nur unzureichend gesichert.
 

Quelle: Archiv

Wolfsburg. Viele Wohnungseinbrüche gibt es in der VW-Stadt ohnehin – nach 200 im Jahr 2014 schnellte die Zahl 2015 auf 301 hoch und verharrte 2016 in etwa auf diesem Niveau (286). Doch 30 Taten in knapp zwei Wochen, ob vollendet oder im Versuchsstadium, sind mehr als das Doppelte des Durchschnitts. Zwar häufen sich entsprechende Taten erfahrungsgemäß in der dunklen Jahreszeit, „aber diese Zahlen sind schon auffällig“, sagt Claus. Ein denkbarer Erklärungsansatz: Durch die Lande ziehende Banden von auswärts hatten ausgerechnet rund um die Feiertage ihren Schwerpunkt in Wolfsburg gesehen. „Aber das ist spekulativ“, sagt der Polizeisprecher.

Polizei bietet kostenlose Beratung an

Sicherer schon die Erkenntnis: Oftmals wird es den Tätern zu leicht gemacht. Viele Opfer waren im Kurzurlaub, die Häuser und Wohnungen verwaist und nur unzureichend gesichert. Selbst ein geschlossenes „normales“ Fenster oder eine Standard-Terrassentür biete kaum Schutz: „Da reicht meist ein stabiler Schraubenzieher.“ Abschließbare Griffe, Pilzkopf-Verrieglungen und zusätzlich Bandseitensicherungen stellen die Ganoven schon vor erheblich größere Probleme; die Polizei bietet hierzu kostenlose Beratungen an.

Über die möglichen Täterprofile mag Sven-Marco Claus nicht spekulieren, die Polizeiliche Erfahrung aber besagt: Wohnungseinbrecher kommen selten allein. „Wenn ein Besitzer Täter überrascht, sieht er oft gleich zwei Leute flüchten“, weiß Claus – ein Täter stand Schmiere oder fuhr das Fluchtauto.

Von Ulrich Franke

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