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„Ein Schock, dass ich verdächtig bin“

Wolfsburg „Ein Schock, dass ich verdächtig bin“

Nach dem Mord an seiner Frau Sabine B. geriet auch Frank B. in Verdacht - er erlebte Szenen und Situationen, die er wohl nie vergessen wird.

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Tiefe Trauer: Frank B. am Grab seiner Frau.

Bei einem Gespräch auf der Polizeiwache fing alles an. Frank B.: „Ich bin hinbestellt worden, weil die mich als Zeugen hören wollten, und weil ich nichts zu verbergen habe und wissen will, wer meine Frau ermordet hat, bin ich unvorbereitet hin und kaum sitze ich da, eröffnen mir die Beamten, dass ich als Tatverdächtiger gelte - das war schon ein Schock.“ Für seinen Rechtsanwalt Matthias Doehring aus Hannover ein Skandal: „Die haben meinen Mandanten acht Stunden verhört, ein Mann, der glaubte als Zeuge gehört zu werden und nun im Kreuzfeuer der Beamten als Tatverdächtiger Rede und Antwort stehen musste - ohne einen Rechtsanwalt zu informieren“.

Doch der Ehemann hat ein Alibi, er war zur Tatzeit auf der Arbeit und bleibt auf freiem Fuß. Ganz ausgeräumt war der Verdacht für die Polizei aber offenbar nicht. Der Ehemann sagt: „Wir haben im Sommer eine Schiffsreise gemacht, meine Frau und ich, in die Baltischen Länder, es war traumhaft. Wir hatten uns dazu entschlossen, weil unsere Ehe sehr strapaziert war, wir wollten unsere Gemeinsamkeiten wieder aufleben lassen, es war wunderschön.“ Doch auch diese Reise wurde zum Problem, so sein Rechtsanwalt: „Mein Mandant soll auf dieser Reise Kontakte zu russischen oder osteuropäischen Killern geknüpft haben, beim Kaptainsdinner den Killer angeheuert haben!“ Das sei, so der Anwalt, eine „abenteuerliche Konstruktion“.

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Das letzte gemeinsame Foto von Sabine und Frank B. (r.): Erstmals spricht der Ehemann des Mordopfers in der Öffentlichkeit.

Morgen jährt sich der Mord an Sabine B.: Die 47 Jahre alte Frau wurde in ihrem Haus in Reislingen-Südwest durch zwei Schüsse in den Genickbereich getötet. Trotz zahlreicher Fahndungsaktionen tappt die Mordkommission bis heute im Dunkeln, der Täter wurde nicht gefunden. In Verdacht geriet zeitweilig auch ihr Ehemann Frank (48), der jetzt sein Schweigen brach und gegenüber einem Journalisten über das schwere Jahr sprach, das hinter ihm und seinen beiden Töchter liegt.

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