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Ein Riss geht durch die Polizei: Die „Leitung“ gegen den „Stab“

Wolfsburg Ein Riss geht durch die Polizei: Die „Leitung“ gegen den „Stab“

Wolfsburg. Die Affäre um Hans-Ulrich Podehl und Imke Krysta hat offenbar tiefe Zerwürfnisse innerhalb der Polizeiinspektion Wolfsburg zu Tage gefördert. Insbesondere der Pro-Podehl-Brief von Mitarbeitern der Inspektionsleitung sei an der Basis, beim Zentralen Kriminaldienst und auch bei vielen leitenden Polizeibeamten „richtig sauer aufgestoßen“, sagten mehrere unabhängige Quellen der WAZ.

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Quelle: Sebastian Bisch

Damit der Außenstehende nicht völlig den Überblick verliert, sollte vielleicht der Begriff „Leitung“ bei der Polizei kurz erläutert werden - es gibt nämlich zwei.

Da sind zum einen die leitenden Beamten im operativen Geschäft, die einer Fachabteilung vorstehen - Fachkommissariatsleiter, Dienststellenleiter, Dienstabteilungsleiter. Mehrere Führungskräfte aus diesem Bereich versicherten der WAZ, hier stehe man mehrheitlich hinter Imke Krysta - das gleiche gelte auch für die meisten Polizisten an der Basis.

Zum anderen gibt es die „Leitung der Polizeiinspektion“, aus deren Reihen der Brief von letzter Woche kam - eine Art „Inner Circle“. Zu diesem Leitungsstab gehören unter anderem die Verantwortlichen für Aus- und Fortbildung, Verwaltung, Gesundheitsmanagement - Mitarbeiter, mit denen Podehl seit Jahren eng zusammenarbeitet, weil er ihnen vertraut; Mitarbeiter gleichsam, die nicht selten bei ihrem beruflichen Aufstieg vom Inspektionsleiter gefördert wurden. „Dass dieser Kreis mehrheitlich hinter Podehl steht, ist kein Wunder“, so einer der Kritiker.

Unterm Strich gebe der Brief die Meinung einer Minderheit wider, versicherten mehrere Quellen der WAZ. Im Tagesgeschäft stünden die meisten Beamten hinter Imke Krysta, behauptet ein Insider: „Sie hat verkrustete Strukturen aufgebrochen, mit ihrer menschlichen Art ein angenehmes Klima reingebracht und ist um Problemlösungen bemüht.“

Der Riss scheint tief.

von Ulrich Franke

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