Volltextsuche über das Angebot:

21 ° / 11 ° wolkig

Navigation:
Ein Konzert eröffnete die neue Theater-Saison

Wolfsburg Ein Konzert eröffnete die neue Theater-Saison

Mit einem beeindruckenden Konzert des Staatsorchesters Braunschweig ist das Theater Wolfsburg am Dienstag in die neue Saison gestartet. Die junge deutsch-italienische Pianistin Sophie Pacini spielte als Solistin Beethovens 4. Klavierkonzert in G-Dur zur Eröffnung des Abends.

Voriger Artikel
Junger Wolfsburger mit Rauschgift erwischt
Nächster Artikel
Freude im Tiergehege: Ara Fred ist wieder da

Konzert des Staatstheaters Braunschweig: Die neue Theatersaison ist eröffnet.

Quelle: Roland Hermstein (Archiv)

Ein Konzert, das für nachfolgende Komponistengenerationen der Romantik zum absoluten Vorbild wurde. Und das, obwohl Beethoven im Gegensatz zu ihnen, seine eigenen Gefühle nicht in der Musik verarbeitet. Insofern folgt die Komposition dem klassischen Ideal.

Diese anerzogene klassische Vornehmheit spiegelt sich in Pacinis Klavierspiel bis ins kleinste Detail wider. Im ersten Satz entwickelt sich ein beziehungsreicher Dialog zwischen Instrument und Orchester, der seine Steigerung im zweiten Satz erhält. Beethoven soll hierbei unter dem Eindruck der mythologischen Orpheussage gestanden haben. Die Gegensätze zweier Welten verdichten sich in eindrucksvollem Zusammenspiel. Da wirkt der letzte Satz wie eine „Befreiung“.

Die Bandbreite ihrer Anschlagstechnik und edlen Spielkultur stellt die Pianistin in der Zugabe mit Liszts 9. Ungarischer Rhap­so­die unter Beweis. Selbst nichtssagende, virtuose Tonkaskaden werden bei ihr nicht zu be­wun­dernswert unbändiger Fingerakro­ba­tik, sondern sind in ihrer Umsetzung facettenreiche Binde­glieder verschiedener musikalischer Gedanken.

Die Spielfreude und technische Perfektion des Staatsorchesters stehen dem Dirigenten des Abends, Ariel Zucker­mann, zur Verfü­gung, um „Die Planeten“ von Holst in ihrer Klangvielfalt zu entwickeln. Selten ist das Werk mit seinen 7 Planetendarstellungen als Einheit zu hören und noch seltener kann ein Publikum einen derart mitreißenden Span­nungs­bogen vom ersten bis zum letzten Ton erleben. Erst nachdem bei allen im Saal sich die Konzentration gelöst hat, brandet Beifall auf, in den sich Bravo-Rufe mischen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Stadt Wolfsburg
VW-Promi-Fahrsicherheitstraining

Was halten Sie von einem Handy-Warnsystem für Bürger?

Kommunalwahl in Wolfsburg am 11. September 2016

Am 11. September sind die Wolfsburger aufgerufen, über die Zukunft ihrer Stadt zu entscheiden. mehr

Hier ist tierisch was los! Die WAZ hat eine neue Serie gestartet: „Mein Haustier“. Wer seinen Liebling gern in der Zeitung vorstellen möchte, hat jetzt die Gelegenheit dazu. mehr

Wolfsburg Plus - Das Wirtschaftsmagazin für Wolfsburg. Lesen Sie in der aktuellen Ausgabe: Auf der Waagschale! Über den schwierigen Prozess der Unternehmensbewertung. mehr