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Stadt Wolfsburg Ein Festtagsbraten aus Nüssen – ganz ohne Fleisch
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Ein Festtagsbraten aus Nüssen – ganz ohne Fleisch
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10:28 19.12.2017
Nussbraten mit Rosenkohl und Couscous: Denis Dahmcke, Gastronomieleiter im Restaurant Lido im Hallenbad, schiebt den Nussbraten in den Ofen.  Quelle: Britta Schulze
Wolfsburg

 Veganer sind blasse Gestalten, die freudlos an einem Sellerie knabbern? Falsch. Der Koch Maik Langnau aus dem Restaurant Lido im Kulturzentrum Hallenbad hat eigens für die WAZ ein veganes Menü zusammengestellt, das bis Weihnachten in drei Teilen erscheinen wird.

Heute geht es weiter mit der Hauptspeise. Mit dem richtigen Rezept lässt sich sogar ein herzhaft-knuspriger Festtagsbraten zaubern – aus Nüssen.

Bei der Arbeit: Denis Dahmcke im Lido-Restaurant im Hallenbad. Quelle: Britta Schulze

Die Pflaumen-Portweinsoße sorgt für weihnachtlichen Geschmack, und zur Feier des Tages bekommt sogar die Beilage einen saisonalen Touch: „Die Gewürze im Couscous-Rezept sind die gleichen wie in Lebkuchen“, erklärt Koch Maik Langnau. „So schmeckt es richtig ein bisschen nach Spekulatius.“

Lecker: Braten aus Nüssen mit Couscous und Portwein-Pflaumensoße. Quelle: Britta Schulze

Ein bisschen Vorsicht ist beim Rosenkohl geboten. Normalerweise wird das Wintergemüse in ganzen Röschen serviert, „aber optisch macht es mehr her, wenn man die Blätter abtrennt und lose auftut“. Dafür werden sie blanchiert, also ganz kurz in kochendes Wasser gegeben und dann mit kaltem Wasser abgeschreckt. „Bloß nicht zu lange kochen, sonst gibt’s Brei!“

Wer noch keine Idee für eine leckere Weihnachtsvorspeise hat – die Orangen-Möhrensuppe, die Lido-Koch Maik Langnau für die WAZ kocht, sieht nicht nur lecker aus, sondern schmeckt klasse. Die Zubereitung ist gar nicht schwer.

Rezept 1: Der Nussbraten

Die Zutaten: 80 g Sojamargarine, 3 Zwiebeln, 2 TL Oregano, 2 EL Dinkelmehl, 150 g Walnüsse, 150 g Haselnüsse, 150 g Dinkel-Semmelbrösel, 1 EL veganer Ei-Ersatz (z. B. VegEgg), 2 EL Zitronensaft, Salz, Pfeffer, 10 EL Öl, Semmelbrösel (zum Panieren), 250 ml Wasser

Die Zubereitung: Backofen auf 200°C schalten. Zwiebeln schälen, fein hacken und in der Margarine ca. 5 Minuten andünsten. Oregano und Dinkelmehl hinzufügen und verrühren. Wasser unter stetigem Rühren untermengen und 8-10 Minuten eindicken lassen. Topf von der Herdplatte nehmen und Nüsse, Semmelbrösel, Ei-Ersatz, Zitronensaft, Salz und Pfeffer untermengen. Masse zu einem festen, leicht klebrigen Teig verkneten und zu einem länglichen Laib formen. Laib in Semmelbrösel wälzen. Öl in einem Bräter erhitzen und Nussbraten von allen Seiten kross anbraten. Mit Öl bepinseln und im heißen Ofen ca. 45 Minuten garen.

Rezept 2: Die Portwein-Pflaumensoße

Die Zutaten: 3 EL Zucker, 500 ml roter Portwein (falls Kinder mitessen, durch Kinderpunsch ersetzen), 2 EL Pflaumenmus, evtl. Salz und Pfeffer, 1 EL Balsamico bianco

Die Zubereitung: Den Zucker in einem Topf hellgelb karamellisieren. Mit dem Wein bzw. Punsch ablöschen, aufkochen und bei mittlerer Hitze auf ca. 250 ml reduzieren. Das Pflaumenmus unterrühren und evtl. nach Geschmack salzen und pfeffern. Zum Schluss den Balsamico hinzugeben.

Rezept 3: Die Rosenkohlblätter

Die Zutaten: 300 g Rosenkohl, Salz, 1 EL Sojamargarine, Pfeffer, Muskat, Zucker

Die Zubereitung: Rosenkohl waschen, abtropfen lassen und die Stielansätze entfernen. Blätter einzeln abtrennen und in kochendem Salzwasser 2 Minuten garen. Mit kaltem Wasser abschrecken und in einem Sieb abtropfen lassen. Sojamargarine in einer Pfanne schmelzen, Rosenkohlblätter darin schwenken und 2-3 Minuten garen. Mit Salz, Pfeffer, Muskat und 1 Prise Zucker würzen.

Rezept 4: Der Couscous

Die Zutaten: 300 g Couscous, 400 ml Wasser, 0,1 g Safran, ½ TL Gewürzmischung Ras el Hanout, 1 Prise Zimt, 1 Prise Kardamom, Saft einer halben Zitrone, Salz, Pfeffer, Zucker

Die Zubereitung: Das Wasser mit dem Safran, den Gewürzen und dem Zitronensaft zum Kochen bringen. Topf vom Herd nehmen und den Couscous einrühren. Den Topf mit Deckel abdecken und den Couscous mindestens zehn Minuten quellen lassen.

Von Frederike Müller

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