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Eigene Mutter fast totgeprügelt: Sohn hielt sie für den Teufel

Wolfsburg im Gericht Eigene Mutter fast totgeprügelt: Sohn hielt sie für den Teufel

Das Landgericht Braunschweig muss entscheiden, ob ein 28-jähriger Vorsfelder in der Psychiatrie untergebracht wird. Der junge Mann ist krank und soll seine Mutter im Wahn fast totgeprügelt haben. Sein Motiv: Er hielt sie für den Teufel.

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Prozess um versuchten Totschlag: Der Angeklagte (Mitte) mit seinem Verteidiger (r.) im Braunschweiger Landgericht.

Zum Auftakt im Prozess um versuchten Totschlag schilderte der Angeklagte gestern die tragischen Ereignisse vom Abend des 3. Dezember 2013. Der 28-Jährige, der an paranoider Schizophrenie leidet, hielt sich allein mit seiner Mutter in der Wohnung der Familie auf. Vater (58) und Bruder (28) waren bei der Arbeit im VW-Werk. „Ich habe den Verstand verloren“, beschrieb der Angeklagte seinen Zustand. Beim Betreten des Wohnzimmers sah er nicht etwa seine Mutter im Sessel sitzen, „ich sah den Teufel und ich habe ihn geschlagen“.

Der Sohn zertrümmerte laut Anklage mit mehreren Faustschlägen das Gesicht der Mutter, die lebensgefährliche Verletzungen erlitt und seitdem im Koma liegt. „Es tut mir herzlich leid. Ich habe meine Mutter sehr geliebt“, sagte der 28-Jährige. Eine Polizistin beschrieb ihre Eindrücke vom Tatort: Der Angeklagte schien verwirrt und habe auf Fragen meistens nur mit „Ja, Meister!“ und „Nein, Meister!“ geantwortet.

Der 28-Jährige war erst gut zwei Wochen vor der Tat aus der Psychiatrie entlassen worden - er hatte nach eigener Aussage schon früher „mit dem Teufel gekämpft“. Zu seiner akuten Wahnvorstellung hatte wohl das Absetzen eines Medikaments geführt. Möglicherweise war auch die Familie mit der Erkrankung überfordert. Der Vater bescheinigte dem Sohn einen „bösen Blick“ und sagte, er wolle einen Exorzisten kontaktieren.

Die Staatsanwaltschaft hält den 28-Jährigen für schuldunfähig und will ihn dauerhaft in der Psychiatrie unterbringen. Der Prozess wird am 3. Juni fortgesetzt.

htz

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