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Echtes Urgestein: Ralf Christians ist seit 40 Jahren im Delphin

Wolfsburg Echtes Urgestein: Ralf Christians ist seit 40 Jahren im Delphin

Wolfsburg. Dieses Jubiläum macht Ralf D. Christians so schnell niemand nach: Seit 40 Jahren ist der Wolfsburger mit dem Delphin-Palast verbunden. Zuerst als Platzanweiser, mittlerweile betreibt der 56-Jährige das Traditions-Kino.

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Ein echtes Urgestein: Ralf D. Christians fing vor 40 Jahren als Platzanweiser im Delphin-Palast an. Später war er auch Filmvorführer – den alten Filmprojektor (Foto unten) hat er noch.

Quelle: Boris Baschin

Kinofilme schaute sich Christians immer gern an. „Doch früher fehlte mir das Geld dafür“, sagt der Wolfsburger, der auch als Schauspieler arbeitet. Im Herbst 1976 schickte ihn seine Firma Elektro Lenters, bei der Christians eine Ausbildung machte, ins Delphin. „Die Bohner-Maschine war defekt und ich reparierte den Stecker“, erinnert sich der Kino-Chef. Als Dankeschön schenkte ihm der damalige Geschäftsführer eine Kinokarte. Die nahm Christians - und fragte, ob er im Delphin jobben könnte. Er konnte, als Platzanweiser. Mit der Taschenlampe zeigte er Besuchern die Plätze, sammelte Flaschen nach der Vorstellung ein - und zwischendurch sah er sich jede Menge Filme an. Hunderte Male schaute er sich so „Star Wars“ an, das machte ihm überhaupt nichts aus, denn Christians ist großer Fan der berühmten Science-Fiction-Geschichte.

Weil er von Filmen nicht genug bekommen konnte, war Christians nicht begeistert, dass der Delphin-Geschäftsführer ihn als Filmvorführer einsetzen wollte: „Technik interessiert mich nicht so.“ Trotzdem machte er den Filmvorführer - und erlebte so manche Panne: „Manchmal musste ich zweimal während einer Vorstellung den Film flicken.“ Anfangs machte ihn das nervös, später nicht mehr.

Ralf D. Christians erlebte viele Betreiber des Delphin-Palastes. Eins wunderte ihn: „Viele interessierten sich nicht für Filme, sondern nur für Zahlen.“ Weil er ein großer Cineast ist, übernahm der Wolfsburger im Mai 2008 das Traditionshaus am Hugo-Bork-Platz - und die Besucher kamen in Scharen. Im vergangenen Jahr waren es 120.000 Zuschauer, als Christians das Delphin übernahm waren es nur 12.000.

Ralf D. Christians kennt auch andere Zeiten. Als in den 90er Jahren ein Betreiber fürs Kino gesucht wurde, sprang er für ein halbes Jahr ein. Weil er Neuling in der Branche war, gab ihm kein Verleih Filme. Hatte er dann einen Film, blieben die Gäste aus. Deshalb kaufte Christians selbst Karten, um dem Verleih zu zeigen, dass jemand kam. Diese Zeiten sind vorbei. Ab und zu holt Christians Kleinkunst ins Haus: „Das gab es schon früher im Delphin.“

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