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Ebrahim H.B. schwor dem IS zweimal die Treue

Wolfsburg Ebrahim H.B. schwor dem IS zweimal die Treue

Kritische Fragen zu seinem Aufenthalt in Syrien und im Irak musste der mutmaßliche Wolfsburger IS-Kämpfer Ebrahim H. B. (26) gestern beantworten. Vor Gericht in Celle bestätigte der 26-Jährige, er habe dem Islamischen Staat (IS) die Treue geschworen.

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Mutmaßlicher IS-Kämpfer aus Wolfsburg: Ebrahim H.B. schwor der Organisation zwei Mal die Treue.

Terror-Experte Guido Steinberg hatte ausgeführt, dass der Eid meist nach der Ausbildung abgelegt werde. Wer ihn breche, müsse mit dem Tod rechnen. Nachdem ein Dolmetscher den Begriff „Treue-Eid“ ins Arabische übersetzt hatte, bestätigte Ebrahim H. B.: „Das musste jeder machen.“ Im Irak hätten alle aus der Gruppe, die sich mit ihm als Selbstmordattentäter gemeldet hatten, in Falludscha sogar noch ein zweites Mal die arabische Formel nachgesprochen - im Juni 2014 nach Ausrufung des Kalifats durch IS-Führer Abu Bakr per Video-Botschaft. Kurz darauf betonte der Wolfsburger, in der Ausbildung habe er aber nur mit Waffen ohne Munition geübt: „Das war kein Training - nicht, dass sie die Anklageschrift jetzt wieder ändern...“

Ob auch der zweite Angeklagte Ayoub B. (27) vom IS vereidigt wurde, konnte nicht geklärt werden. Er sagte trotzig: „Ich beantworte heute gar keine Fragen. Ich bin müde und habe Kopfschmerzen.“

Zweifel gibt es an der Darstellung von Ebrahim H. B., dass dessen gescheiterte Hochzeitspläne ein Grund für die Ausreise nach Syrien gewesen seien. Der 26-Jährige hatte erzählt, er habe einen Heiratstermin in Tunesien gehabt. Das nahm ihm die Staatsanwältin nicht ab: „Ich habe beim Standesamt in Wolfsburg nachgefragt. Sie haben nie ein Ehefähigkeitszeugnis beantragt.“ Ebrahim reagierte verwirrt, wusste nicht, von welchem Papier sie sprach.

Der nächste Verhandlungstag ist am Montag, 17. August. Dann wird in Celle auch der nächste Sachverständige befragt.

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