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Drogenkauf im Internet wird
 zum immer größeren Problem

Wolfsburg Drogenkauf im Internet wird
 zum immer größeren Problem

Die Jugend- und Drogenberatung Wolfsburg (Drobs) hat jetzt ihren Jahresbericht 2015 vorgelegt. Die halbwegs gute Nachricht: Die Gesamtzahl der betreuten Klienten ist nahezu konstant geblieben, es gab also keine Steigerung. Die schlechte Nachricht: Es wird anscheinend immer leichter, an illegale Drogen zu kommen.

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Sichergestellte Drogen: Vor allem der Verkauf in den Tiefen des Internets wird zum immer größeren Problem.

Quelle: Photowerk (mpu/Archiv)

2015 registrierte die Drobs insgesamt 903 Klienten, 2014 waren es 891. „Damit bleibt die Zahl der Ratsuchenden bereits seit drei Jahren auf einem hohen Niveau“, sagt Udo Eisenbarth vom Drobs-Team. Hauptdroge ist Heroin, „jedoch ist die Anzahl der Personen mit 280 erstmals wieder auf das Niveau des Jahres 2007 zurückgegangen“, so Eisenbarth. Leicht gesunken ist die Zahl der Cannabis- und Kokainsüchtigen, die Hilfe in der Drobs suchen.

Einen rasanten Anstieg gab es bei den Stimulanzienkonsumenten (etwa Amphetamine und Ecstasy) – von sieben (2005) auf 32 in 2015. „Wir gehen davon aus, dass wir mit unseren Angeboten Konsumenten von Stimulanzien immer besser erreichen, dass aber auch die Zahl der Konsumenten von Mitteln aus dieser Stoffgruppe in der Bevölkerung zugenommen hat“, so Eisenbarth. Auch die Zahl der unter 20-Jährigen und der über 50-Jährigen steige seit Jahren.

Die SonderBar, in der Süchtige betreut werden, verzeichnete rund 45 Besucher pro Tag, insgesamt waren es 11.449 – in etwa so viele wie 2014. „Wir werden uns weiterhin bemühen, hier noch mehr Leute zu erreichen“, sagt Drobs-Leiter Hartmut Hünecke-Roost.

Auf ein weiteres Problem macht Stephan Werthes vom Drobs-Team aufmerksam: Drogenkauf im Internet. Es gebe dunkle Bereiche („deep web“) im Internet, wo man anonym und gefahrlos illegale Drogen aller Art kaufen könne. Mit etwas Geduld und Geschick seien diese Bereiche leider auch leicht zu finden.

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