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Stadt Wolfsburg Drogen und Prügel: Wolfsburger muss in Therapie
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Drogen und Prügel: Wolfsburger muss in Therapie
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00:21 31.08.2018
Therapie statt Gefängnis: Das Amtsgericht verurteilte gestern einen 30 Jahre alten Wolfsburger. Quelle: Boris Baschin
Wolfsburg

Ein 30-jähriger Wolfsburger ist jetzt vor dem Amtsgericht mit dem sprichwörtlichen blauen Auge davongekommen. Er hatte sich im Januar trotz Fahrverbots hinters Steuer eines Autos gesetzt und einen Mann mit Fausthieben attackiert, den er für einen Drogendealer hielt. Weil er sich aktuell in einer Entzugstherapie befindet, muss er trotz Verurteilung zu einer achtmonatigen Freiheitsstrafe nicht ins Gefängnis – es sei denn, er bricht die Therapie ab.

Der Angeklagte ist gelernter Maschinen- und Anlagenführer, seit Jahren drogen- und medikamentenabhängig und mehrfach vorbestraft – unter anderem wegen Körperverletzung und Drogenhandel. Zum Tatzeitpunkt stand er unter doppelter Bewährung. Eine ganze Weile sei er „stabil“ gewesen, erklärte seine Bewährungshelferin. Er habe mit Freundin und Kind in Wolfsburg gelebt und gearbeitet. Dann sei er Anfang 2017 unverschuldet arbeitslos geworden, seine Lebensgefährtin habe ihn verlassen. „Das hat ihn sehr erschüttert“, so die Bewährungshelferin. Er sei rückfällig geworden.

Der vermeintliche Dealer war gar kein Drogenhändler

Der 30-Jährige gab vor Gericht zu, unter Drogeneinfluss im Januar einen Mann am Robert-Koch-Platz für einen Dealer gehalten zu haben – „ich wollte Kokain kaufen“. Doch der Mann war kein Dealer, es kam zum Streit und der 30-Jährige schlug dem Wolfsburger mit beiden Fäusten ins Gesicht. Vor Gericht trafen sie sich wieder – der 30-Jährige entschuldige sich bei seinem Gegenüber.

Eine Geste, die vor Gericht gut ankam. Auch, dass der Wolfsburger jetzt – nach einigen abgebrochenen Entgiftungen – in eine Therapieeinrichtung gegangen ist, um künftig drogenfrei leben zu können. Die Richterin verurteilte ihn zu acht Monaten Haft und zwei Monaten Fahrverbot – die Therapiezeit wird angerechnet. Hält er durch, gibt’s Bewährung. Bricht er ab, muss er ins Gefängnis. Ein Urteil, bei dem der 30-Jährige dankbar durchatmete.

Von Carsten Bischof

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