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Drogen für 34.000 Joints: Drei Jahre Haft

Wolfsburg Drogen für 34.000 Joints: Drei Jahre Haft

Die Aufsehen erregenden Drogen-Razzien, bei denen im November 2013 zwei Cannabis-Plantagen ausgehoben wurden, führten gestern zu einem ersten Gerichtsprozess. Ein 33-Jähriger wurde vom Wolfsburger Schöffengericht zu drei Jahren Haft verurteilt - er hatte genug Drogen für 34.000 Joints produziert!

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Polizeisprecher Thomas Figge mit den sichergestellten Cannabis- Pflanzen: Gestern wurde ein 33-Jähriger nach seinem Prozess im Amtsgericht abgeführt (Bild re.).

Quelle: Manfred Hensel / Gerrit Pfennig

Nachbarn hatten die Ermittler auf die Spur der Drogenplantage im Thorner Weg (Vorsfelde) gebracht. Sie riefen bei der Polizei an, weil ein penetranter Cannabis-Geruch durchs Haus waberte - so stark, dass die Familie im Kinderzimmer nicht lüften konnte.

Der Zugriff erfolgte am 20. November. Die Polizisten ließen das Türschloss der Drogen-Wohnung aufbohren. In diesem Moment öffnete der 33-Jährige die Tür. Im Innenraum staunten die Beamten dann nicht schlecht: Sie fanden im Schlafzimmer eine äußerst professionelle Plantage mit 48 Cannabis-Pflanzen. Wirkstoff-Gehalt: 506 Gramm THC, genug für 33.740 Joints!

Für die Spezial-Beleuchtung, die das Wachstum der Pflanzen beschleunigen sollte, hatte der Mann eine Starkstromleitung von der Küche aus verlegt. Die Wände waren mit Alufolien verkleidet und Zeitschaltuhren sorgten für das richtige Timing.

In der Wohnung fanden sich zudem Pakete mit Zubehör für Drogenplantagen. Auf diesen standen Name und Adresse einer Wolfsburgerin (25). So entdeckten Polizisten die Cannabis-Plantage eines Wolfsburgers (34), einem Kumpel des 33-Jährigen (Text unten). Der Angeklagte vermutete zunächst, dass der Kumpel ihn verpfiffen habe und belastete ihn schwer. Gestern nahm er die Hauptschuld auf sich - der 34-jährige habe ihm nur geholfen, das Equipment zu besorgen. „Aufgebaut habe ich alles selber.“

Das Gericht verurteilte den einschlägig Vorbestraften wegen Drogenhandels und -Besitzes zu drei Jahren Haft.

Weitere Ermittlungen: Revolver und Gewehr

Durch die Ermittlungen gegen den 33-Jährigen, der in Vorsfelde eine Cannabis-Plantage betrieb, wurde die Polizei auch auf die Wohnung eines Pärchens (34/25) in der Wohltbergstraße aufmerksam. Dort beschlagnahmten Beamte im November eine Plantage mit 30 Cannabis-Pflanzen.

Die Plantage des 34-Jährigen sei für ihn das Vorbild gewesen, berichtete der 33-jährige Angeklagte aus Vorsfelde gestern vor Gericht: „Er hat mir vom Anbau erzählt.“ Zudem habe der 34-jährige Kumpel die nötigen Utensilien für ihn bestellt – auf den Namen der 25-jährigen Freundin. Und der Freund habe ihm auch kostenlos Cannabis-Setzlinge geliefert.

Das Ermittlungsverfahren gegen den 34-Jährigen und dessen Freundin läuft noch. Bei der Wohnungsdurchsuchung in der Wohltbergstraße waren auch ein geladenes Luftdruckgewehr, einen Gasrevolver und einen Teleskopschlagstock sichergestellt worden. Der 34-Jährige saß zeitweilig in U-Haft.

rpf

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