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Dreister Doppeleinbruch in Kästorfer Reifenlager

Wolfsburger Polizei sucht Zeugen Dreister Doppeleinbruch in Kästorfer Reifenlager

Sie kamen in der Nacht, sie wollten Reifen klauen, sie wurden vom Wachdienst entdeckt – gleich zweimal ereigneten sich in einem Reifenlager in Kästorf am Wochenende identische Diebstahlsversuche. Bei einer tat wurden zwei Männer festgenommen. Ob die auch für den anderen Einbruch verantwortlich sind, ermittelt jetzt die Polizei.

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In zwei aufeinander folgenden Nächten brachen Diebe in das Reifenlager in Kästorf ein.

Quelle: Archiv

Wolfsburg. Das ist ein dickes Ding: Gleich zweimal wollten Diebe am Wochenende in zwei aufeinander folgenden Nächten in das Reifenlager des Autohauses Wolfsburg in Kästorf einsteigen. Beim ersten Mal schnappte die Polizei die Täter, musste sie aber wieder laufen lassen – 24 Stunden später kam es zum nächsten Einbruch. „Es wäre ein erstaunlicher Zufall, wenn die Taten nichts miteinander zu tun hätten“, sagt Polizeisprecher Sven-Marco Claus.

Fall eins ereignete sich in der Nacht zum Samstag um 1.55 Uhr. Ein Wachmann bemerkte bei seinem Rundgang auf dem Firmengelände in der Straße Twetge verdächtige Geräusche und rief die Polizei. Die Streife schnappte zwei Männer fast noch auf frischer Tat – die 48 und 21 Jahre alten Verdächtigen saßen in einem polnischen Kleintransporter, wo sie Handschuhe und eine Brechstange dabei hatten. Bei den weiteren Ermittlungen entdeckte die Polizei auf dem Firmengelände Reifen, die außerhalb der Lagerhalle offenbar bereits zum Transport bereit gelegt worden waren. Nach einer Nacht im Polizeigewahrsam legten beide Männer ein Teilgeständnis ab – und mussten nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wegen fehlender Haftgründe wieder laufen gelassen werden.

Ob sich das rächte? Fall zwei trug sich in der Nacht zu Sonntag fast genau so zu. Um 2.30 Uhr wurde die Leitstelle wieder vom Sicherheitsdienst alarmiert. Diesmal kam die Streife zu spät, die Täter waren bereits getürmt. Die Beamten stießen noch auf ein zerstörtes Fenster und mehrere Kompletträder, die bereits zum Abtransport auf einer Sackkarre gestapelt waren. „Ob es tatsächlich die selben Täter waren, ist natürlich Spekulation“, sagt Polizeisprecher Claus. Dass es sich allerdings in beiden Fällen um die gleichen Hintermänner, Auftraggeber oder Drahtzieher handelte, „können wir natürlich nicht ausschließen“.

Zuletzt war es vor vier Jahren zu einer ganzen Serie von Einbrüchen in Reifenlager in Wolfsburg gekommen. Damals verschwanden mehr als 500 Reifen, der Schaden ging in die Zahntausende. In den aktuellen Fällen dauern die Ermittlungen an.

von Ulrich Franke

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