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Drei beherzte Frauen retten Unfall-Opfer

Wolfsburg Drei beherzte Frauen retten Unfall-Opfer

Es war ein schrecklicher Unfall, bei dem auf der Schulenburgallee ein Motorradfahrer (36) lebensgefährlich verletzt wurde - er prallte mit seiner Maschine gegen einen Linienbus.

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Unfall in der Nordstadt: Ein Motorradfahrer prallte gegen einen Bus und wurde lebensgefährlich verletzt. Drei beherzte Frauen (oben) leisteten sofort Erste Hilfe. Fotos: mv/Archiv

Quelle: Fotos: mv/Archiv

Was Ersthelferin Elke Taschenberger ebenso schrecklich fand: „Da waren viele Leute am Unfallort, aber kaum einer hat geholfen.“

Taschenberger (51) fährt einen Schulbus für behinderte Kinder, kam Sekunden nach dem verhängnisvollen Zusammenstoß an der Unfallstelle vorbei, sah den lebensgefährlichen verletzten Mann. Was denkt man in so einem Moment? „Nicht viel, man denkt nur noch ans Helfen“, sagt sie. Bremse, Bulli auf den Gehweg, im Laufen streifte sie sich ihre Gummihandschuhe über - die frühere Schwesternhelferin wusste, was zu tun war.

Um so schlimmer empfand sie es, dass außer ihr und zwei Arzthelferinnen, die ebenfalls zufällig am Unfallort waren, niemand etwas unternahm. „Da waren viele Leute, aber sie schauten nur. Niemand brachte einen Verbandskasten, niemand sicherte die Unfallstelle ab“.

Dinge, um die sich die Frauen nicht kümmern konnten, die in den Minuten nach dem Unfall um das Leben des Motorradfahrers kämpften: „Wir mussten mit aller Kraft im Leistenbereich abdrücken, das Blut schoss nur so heraus.“

Auch nach Eintreffen der Sanitäter unterstützen sie die Rettungskräfte weiter, Elke Taschenberger: „Ich würde das jederzeit wieder tun“.

Polizeisprecher Sven-Marco Claus weist allerdings daraufhin: „Oft ist der Schock bei Unfallzeugen so groß, dass sie auch deshalb nicht schnell und umsichtig reagieren können.“ Der Motorradfahrer jedenfalls ist inzwischen außer Lebensgefahr - auch deshalb, weil drei beherzte Frauen das Richtige taten.

fra

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