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Drei Jahre Haft für Dealer

Wolfsburg im Gericht Drei Jahre Haft für Dealer

Das nächste Urteil nach der spektakulären Razzia in der Diskothek Nachtschicht: Ein Wolfsburger (27) wurde gestern vom Landgericht wegen Handels mit Betäubungsmitteln zu drei Jahren Haft verurteilt. Er erhob dabei schwere Vorwürfe gegen den ehemaligen Disko-Betriebsleiter (31).

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Drogen-Prozess nach der Razzia: Der Angeklagte, hier im Gespräch mit seiner Rechtsanwältin, erhielt drei Jahre Haft.

Quelle: Photowerk (rpf)

Die Taten spielten sich zwischen Februar und Juli 2012 ab. Zunächst übergab der 27-Jährige dem Betriebsleiter ein Kilo Marihuana für den Verkauf in der Disko. Doch dieses Geschäft misslang, der Betriebsleiter gab einen Teil der Drogen zurück.

In der Folge machten die beiden Männer dennoch Drogengeschäfte. Der Betriebsleiter fuhr den 27-Jährigen viermal nach Hannover-Bothfeld, wo dieser jeweils 100 Gramm Kokain bei einem Dealer kaufte - der Betriebsleiter beteiligte sich am Kauf. Gesamtpreis: 18.400 Euro!

Der 31-jährige Betriebsleiter, gegen den ein getrenntes Verfahren läuft, hatte ausgesagt, dass die Initiative zu den Drogenkäufen von seinem Komplizen ausgegangen sei. Er habe weniger als die Hälfte des Preises vorgeschossen, den Rest habe der 27-Jährige bezahlt. Auch habe er nur ein Mal Drogen im Auto transportiert, in den anderen Fällen habe der Komplize das Kokain später abgeholt.

Der Angeklagte ließ von seiner Anwältin ein Geständnis verlesen, betonte jedoch, dass der 31-Jährige die treibende Kraft gewesen sei. Dieser habe die komplette Summe gezahlt, er selbst habe Kokain aus diesen Lieferungen später für den Eigenbedarf wieder bei ihm in der Disko gekauft. „Der hat alles auf mich geschoben, weil die Polizei ihm mit zehn Jahren Haft gedroht hat“, sagte er.

Der vorbestrafte und kokainabhängige Angeklagte wurde zu drei Jahren Haft in der Entziehungsanstalt verurteilt. Er sitzt derzeit andere Strafen ab und bleibt wohl bis 2020 inhaftiert.

rpf

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