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Dramatische Verfolgungsjagd

Wolfsburg Dramatische Verfolgungsjagd

Nur durch Glück bzw. die Aufmerksamkeit anderer Autofahrer ist eine Verfolgungsfahrt folgenlos geblieben. Dabei wurde das Fluchtauto mit doppelter als der erlaubten Geschwindigkeit durch das Wolfsburger Stadtgebiet gefahren.

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Spektakuläre Verfolgungsjagd: Bei einem dramatischen Einsatz wurde zum Glück niemand verletzt.

Quelle: Archiv

Am Sonntagmorgen gegen 06.45 Uhr fuhr eine zivile  Funkstreifenbesatzung der Polizei die Dieselstraße stadtauswärts in  Richtung Marie-Curie-Allee. In Höhe der Kreuzung Lerchenweg  bemerkte sie einen schwarzen Opel Astra Coupe, der mit zwei  männlichen Personen besetzt war und der vom Parkplatz eines dortigen Schnellrestaurants auf den Lerchenweg fuhr. Da die Ampel für die Polizei Grünlicht zeigte, gingen die Beamten davon aus, dass  der Opelfahrer an der dortigen Ampel sein Fahrzeug zum Stehen bringt. Umso erstaunter waren sie, als der Opel ungebremst in den Kreuzungsbereich einfuhr und nach links in die Dieselstraße Richtung  stadtauswärts davonfuhr.

Die Beamten hefteten sich an die Fersen des Opels, der nun stark beschleunigt wurde. Im Bereich der 70er-Zone in Richtung  Marie-Curie-Allee erreichte der Opel eine durchgängige Geschwindigkeit von 140 km/h. Auf Höhe der Kreuzung zur Landesstraße  290 (Neuhäuser Straße) zeigt die Ampel geradeaus erneut Rot. Hier verringerte der Führer leicht seine Geschwindigkeit, um anschließend dann unter starkem Beschleunigen geradeaus über die Kreuzung in die Marie-Curie-Allee zu rasen.  Während dieses Überfahrens der Kreuzung herrschte einiger Querverkehr durch andere Autos, deren Fahrzeugführer abbremsen mussten, um einen Zusammenstoß zuvermeiden.

Trotz aufgesetztem Blaulicht, eingeschaltetem Martinshorn, Lichthupe und eindeutigen Haltezeichen reagierte der flüchtige Opelfahrer nicht auf die Anhaltesignale der Polizei. Den Polizisten gelang es, sich links neben das flüchtige Fahrzeug zu setzen und dem  Fahrzeugführer abermals deutliche Haltesignale zu geben. Der Fahrer signalisierte mit seiner Hand, dass er anhalten wolle.

Auf Höhe der Einmündung zur Gustav-Hertz-Straße bog er dann nach rechts in den dortigen Weg ab. Doch auch hier hielt er nicht an, so dass die Polizisten sich entschlossen, das Fahrzeug auszubremsen. Nach einem Beinahezusammenstoß lenkte der Fahrer den Opel in einen Waldweg, sprang aus dem Fahrzeug und flüchtete. Zurück blieb sein etwas verdatterter Beifahrer.

Eine sofort eingeleitete Fahndung nach dem flüchtigen Fahrer blieb leider ergebnislos. Bei dem Beifahrer handelte es sich um den Besitzer des Opel, einen 27 Jahre alten Mann aus Gardelegen. Bei der weiteren  Überprüfung der Kennzeichen kam heraus, dass die Kennzeichen nicht  für den Opel, sondern ein weiteres Fahrzeug des 27-Jährigen  ausgegeben waren. Hieraus dürfte sich Verstöße gegen das  Pflichtversicherungsgesetz Steuervergehen bzw. Urkundenfälschung  ergeben. Da der 27-Jährige keine Ausweispapiere bei sich führte und  unter Alkoholeinfluss stand, wurde er zwecks Identitätsüberprüfung  zur Dienststelle verbracht.

Gegen seinen Kumpel, der den Opel lenkte  wird unter anderem wegen des gefährlichen Eingriffs in den  Straßenverkehr, missachten von Haltezeichen und überhöhte Geschwindigkeit ermittelt. Die Ermittlungen dauern an.  

ots

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