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Drama in Detmerode: Iltis musste qualvoll sterben

Wolfsburg Drama in Detmerode: Iltis musste qualvoll sterben

Tier-Drama in Detmerode. Einen schwer verletzten Iltis entdeckte gestern Mittag Anwohner Arno Berthold - doch stundenlang fand sich niemand, der das im sterben liegende Tier von seinen Qualen erlöste. Der Fall sorgte gestern auch in der Wolfsburger Jägerschaft für Wirbel, Vorsitzender Ralph Schräder kündigte Konsequenzen an.

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Qualvoller Tod: Arno Berthold entdeckte einen schwer verletzten Iltis vor seinem Haus.

Quelle: Photowerk (gg)

Arno Berthold fand den Iltis vor dem Mehrfamilienhaus in der Theodor-Heuss-Straße 38, sein Körper war mit Zecken übersät. „Mir war sofort klar, dass ich den Iltis nicht so einfach seinem Schicksal überlassen kann“, sagt Berthold. Doch zahlreiche Telefonate später war der Detmeroder in seinen Bemühungen noch immer nicht weiter: Tierarzt und Tierheim waren nicht zu erreichen und auch die Berufsfeuerwehr, bis vor kurzem noch zuständig für die Rettung von Wildtieren, konnte nicht helfen.

Erst als Berthold die Tierhilfe einschaltete, kam Bewegung in die Sache: Vorsitzender Sven-Ulf Weilharter stellte den Kontakt zur Jägerschaft her, der Stadtförster erlöste den Iltis schließlich von seinen Qualen.

Bei der Jägerschaft sorgte der Fall für Wirbel. Klar sei: Das sterbende Tier lag in einem Wohngebiet und damit in einem befriedeten Bezirk - „das ist damit Sache der Stadt“, betont Schräder. Bis vor Kurzem hätte sich die Berufsfeuerwehr um verletzte Wildtiere gekümmert, das darf sie aber offenbar aufgrund einer Dienstanweisung nicht mehr. „Unverständlich“ findet das der Vorsitzende der Jägerschaft. „Es kann doch nicht sein, dass ein Tier sich stundenlang quält und keiner kümmert sich.“ Er werde jetzt das Gespräch mit dem Kreisjägermeister suchen, „denn für solche Notfälle muss es im Stadtgebiet einen Ansprechpartner geben.“

seb

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