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Stadt Wolfsburg Diskussion um öffentlichen Grillplatz
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Diskussion um öffentlichen Grillplatz
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00:18 14.09.2017
Unschöne Überreste: An den Gärten der Nationen werden immer wieder wilde Grillfeten gefeiert.   Quelle: Privat
Westhagen

Eine Westhagenerin, die ihren Namen nicht in der Zeitung lesen möchte, berichtet der WAZ von den Zuständen auf den Grünflächen an den Gärten der Nationen: Vor allem an den Wochenenden würden sich am Rondell Jugendliche treffen, in den Betontonnen Müll entsorgen oder Feuer machen, laut Musik hören und mit getunten Mofas ihre Runden drehen. Auch Autos würden immer wieder auf die Grünfläche rollen. Andere würden sich Grills mitbringen und mitten auf dem Rasen nutzen. Am Tag danach immer dasselbe Bild: Müllberge, wohin man schaut. „Über 20 Mal“ habe sie bei der Polizei und der Stadt angerufen – werde kontrolliert, sei es eine Zeit lang ruhig. Ließen die Kontrollen nach, ginge es wieder von vorne los.

Ralf Schmidt, Sprecher der Stadt Wolfsburg, bestätigt, dass es „eine Beschwerde“ gegeben habe. Ordnungsamt und Polizei hätten Kontrollen durchgeführt. Er betont: „Die ’Gärten der Nationen’ wurden als Treffpunkt für die Bürger des Stadtteils eingerichtet. Von daher ist mit einer gewissen Geräuschentwicklung zu rechnen.“ Aber: Als Grillplatz seien die Betonrundlinge nicht vorgesehen. „Der Geschäftsbereich Grün bereitet aber die Aufstellung eines Grills und damit die Einrichtung eines öffentlichen Grillplatzes vor.“ Im Frühjahr soll es soweit sein. Der Ordnungsdienst werde den Bereich weiter regelmäßig kontrollieren und „krähensichere Abfallbehälter“ aufstellen – um das Verteilen des Mülls zu verhindern.

Ortsbürgermeisterin Ludmilla Neuwirth (CDU) findet die Idee mit dem öffentlichen Grillplatz gut: „Ich glaube nicht, dass es dadurch lauter wird. Außerdem wurde der Platz als Grillplatz konzipiert. Die ganze Anlage ist ein kleiner Freizeitpark, in dem sich Westhagener treffen können.“ Außerdem sei die Einrichtung des Grillplatzes ein Versuch: „Klappt es nicht, verschwindet er wieder.“ Stellvertreterin Christa Westphal-Schmidt (SPD) sieht’s genauso: „Das Grillen sehe ich nicht als Problem an. Es ist für maximal drei Stunden und bis maximal 22 Uhr erlaubt. Die Anwohner müssen eine gewisse Toleranz dafür aufbringen.“ Die Stadt habe zugesagt, den Bereich täglich zu reinigen. Aber auch sie betont: „Ist die Verschmutzung zu groß, verschwindet der Grillplatz wieder.“

Von Carsten Bischof

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