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Diskussion um Flüchtlingsheim in Detmerode

Wolfsburg Diskussion um Flüchtlingsheim in Detmerode

Es war keine leichte Diskussion, der sich gestern Abend Oberbürgermeister Klaus Mohrs und Sozialdezernent Werner Borcherding stellen mussten: Über 200 Detmeroder äußerten Sorgen und Ängste zum geplanten Asylheim in Detmerode. Nicht immer blieb es es sachlich...

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Diskussion um die Flüchtlingsunterkunft in Detmerode: Mehr als 200 Bürger kamen gestern Abend in die Aula der Waldorfschule. Oberbürgermeister Klaus Mohrs musste auch unbequeme Fragen beantworten.

Quelle: Photowerk (ts)

Das Thema brannte auf den Nägeln, die Aula der Waldorfschule war überfüllt. Zwischen der Braunschweiger und der Theodor-Heuss-Straße werden sechs Container für rund 240 Menschen aufgestellt. Die Stadt ist in Zugzwang, bis Ende März muss Platz für rund 1000 Flüchtlinge geschaffen werden. „Ob wir wollen oder nicht - unsere Aufgabe ist es, die Menschen unterzubringen“, so Mohrs. Ruhig und sachlich führte er durch den Abend, versuchte, den Menschen Ängste zu nehmen.

Es gelang nur bedingt: Angst vor steigender Gewalt und vor Diebstählen gab es, so manch besorgter Bürger ereiferte sich in seinen Ausführungen, forderte mehr Polizei-Präsenz und verwies auf „die Zustände in der gesamten Republik“.

Es gab auch Vorschläge, wo man die Flüchtlinge stattdessen unterbringen könnte. Immer wieder fiel das Stichwort „Peppone“, das große, zum Teil leerstehende Hochhaus, in dem im Sommer 2015 Asbest-Belastung festgestellt wurde. Borcherding und Mohrs versicherten: „Wir hätten die Wohnungen gern belegt, aber wir dürfen nicht. Es gibt klare rechtliche Vorgaben.“

Ein Anwohner schlug vor, den alten Sportplatz der BBS III zu nutzen, um mobile Container aufzubauen. Doch mit dieser Fläche hat die Stadt anderes vor. Mohrs: „Dieser Platz ist für sozialen Wohnungsbau geeignet.“ Denn Wolfsburg muss neben Flüchtlingsunterkünften eben auch ganz schnell neue Wohnungen schaffen. Sozialdezernent Borcherding versicherte den Bürgern, dass die Anlage nur temporär bleiben werde. So recht abkaufen wollte ihm das aber niemand.

Während ein Teil der Detmeroder Sorge um die eigene Sicherheit hatte, wollten andere den Flüchtlingen helfen: Am Freitag, 22. Januar, trifft sich um 16.30 Uhr der „Runde Tisch“ in der Stephanus-Kirche in Detmerode. Ziel ist es, einen Helferkreis in Detmerode zu bilden.

jes

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