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„Die schlimmste Taxifahrt meines Lebens“

Wolfsburg „Die schlimmste Taxifahrt meines Lebens“

Wolfsburg. „Es war die schlimmste Taxifahrt meines Lebens“, sagt Jasmin Rösler. In der Nacht zu Sonntag wollten die 32-Jährige und zwei Bekannte per Taxi aus der Innenstadt nach Hause fahren. 120 km/h, wo Tempo 70 erlaubt war, waghalsige Manöver, Beleidigungen durch den Fahrer: Irgendwann stieg das Trio aus.

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Daumen runter für einen Taxifahrer: Jasmin Rösler hat nach eigener Aussage die schlimmste Taxifahrt ihres Lebens hinter sich.

Quelle: Roland Hermstein

In der Nacht zu Sonntag nahmen sich die Freunde Jasmin Rösler, Sabrina Lenuweit und Hans-Georg Seimann gegen 2.20 Uhr ein Taxi, um vom Kaufhof nach Hause zu gelangen - sie alle wohnen in Westhagen. Das Trio nahm sich den Wagen eines kleineren Wolfsburger Taxiunternehmens.

Erste Station: McDonald‘s in Fallersleben. Schon diese Fahrt sei ein Abenteuer gewesen, so Jasmin Rösler. „Der Fahrer ist gerast, hart in die Kurven gefahren und war sehr unhöflich; als wir uns normal unterhalten haben, hat er das Radio ganz laut gestellt“, so die 32-Jährige. Auf die Bitte, er solle langsamer fahren, habe er geantwortet, es sei schließlich sein Führerschein.

Ganz übel sei es nach dem Zwischenstopp im Fastfood-Restaurant geworden. Rösler: „Er ist 120 km/h gefahren, wo 70 erlaubt waren - wir hatten Angst!“ Auf den neuerlichen Hinweis, doch bitte vom Gas zu gehen, habe der Taxifahrer gesagt: „Bei so idiotischen Fahrgästen muss ich so schnell fahren.“ Die drei Freunde ließen den Mann anhalten, riefen sich ein Taxi eines anderen Unternehmens - und kamen sicher nach Hause.

Das Taxi-Unternehmen war am Montag für keine Stellungnahme zu erreichen. Aber Jasmin Rösler hat den Fall ans Ordnungsamt gemeldet. Stadtsprecherin Elke Wichmann erläutert, dass die Stadt in solchen Fällen die Firma mit der Bitte anschreibe, den Fahrer auf sein (Fahr-)Verhalten hinzuweisen. Außerdem drohe ihm die Anzeige einer Ordnungswidrigkeit. Wichmann: „Sollte es zu einem Bußgeld kommen oder auch Punkte im Verkehrszentralregister, ist dies wieder bei der Neuerteilung des Personenbeförderungsscheines relevant.“

kn

Nicht trödeln, nicht rasen

ein Kommentar von Kevin Nobs

Dass Taxifahrer bei Tempolimits gern mal ein Auge zudrücken, ist ein offenes Geheimnis. Sie stehen natürlich auch unter einem gewissen Druck: Die Fahrgäste wollen möglichst schnell an ihr Ziel kommen.

Wahrscheinlich würden sich die meisten Leute sogar ärgern, wenn sich der Fahrer allzu penibel an die vorgeschriebene Geschwindigkeit hält. Außerdem wollen Taxifahrer pro Schicht natürlich möglichst viele Kunden bedienen.

Aber man möchte eben auch sicher ans Ziel kommen, wenn man sich ein Taxi nimmt. Wenn dieses Gefühl der Sicherheit aber nicht mehr gegeben ist, hilft auch die geringe Fahrtzeit nicht viel.

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