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Stadt Wolfsburg Die WAZ sang für Hollywood-Star Bill Murray
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Die WAZ sang für Hollywood-Star Bill Murray
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23:59 02.06.2017
Herzliche Umarmung: Bill Murray lobte WAZ-Redakteurin Andrea Müller-Kudelka für ihren Gesangseinsatz: „Brave“ (Mutig). Quelle: Britta Schulze
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Wolfsburg

Pressekonferenz mit einem Filmstar und dem Intendanten der Dresdener Musikfestspiele, die in Wolfsburg die Premiere ihres gemeinsamen Projekts feiern – und ich darf dabei sein. Wie ist der wohl, dieser Bill Murray? Quirlig wie 1984 in „Ghostbusters“? Oder melancholisch wie 2004 in „Lost in Translation“? Oder ganz anders? Schließlich heißt das aktuelle Projekt „New Worlds“. Als der 66-jährige Schauspieler mit Ausnahme-Cellist Jan Vogler und den „Friends“ – Vanessa Perez (Klavier) und Mira Wang (Violine) – die Lounge in der Autostadt betritt, weiß ich: Er ist cool, einfach entspannt.

Und noch eines macht er klar: Er selbst betrachtet sich nicht als die Hauptperson, verweist bei Fragen immer wieder auf die anderen. Aber dann kann ich seine Aufmerksamkeit gewinnen: Ob er sich im ZeitHaus der Autostadt (WAZ berichtete) einen Wagen ausgesucht habe? Jan Vogler schwärmt von Bugatti und Bentley, Murray von einem Modell, dessen Namen er nicht kennt. Er beschreibt den VW-Kübelwagen. Außerdem habe er es sehr genossen, als er mit einem blauen VW-Pickup (Amarok) auf der Autobahn Gas geben durfte. „120 miles per hour“, sagt er mit glänzenden Augen – rund 200 km/h. Keine Frage: Die geplante Testfahrt auf dem Gelände-Parcours der Autostadt wird er sich nicht entgehen lassen, bevor es am Samstag weiter nach Dresden geht. Jan Vogler erläutert, das Stück solle „rund um die Welt“ zu sehen sein. Die Route entwickele man immer weiter.

Die Premiere in Wolfsburg habe Volkswagen sich gewünscht, so Murray. Ihm gefalle die Stadt – man habe hier gar nicht das Gefühl, in einer „factory-town“ zu sein. Das Kunstmuseum wolle er sich anschauen und eigentlich müsse er sich noch rasieren lassen. Ich empfehle einen Barbershop nur für Männer in Fallersleben und erläutere, dass das der Ort ist, aus dem der Dichter der deutschen Nationalhymne stammt.

„Ah, ja, it is ,Deutschland, Deutschland über alles‘“, sagt Murray, grinst und fordert wegen des allgemeinen Kopfschüttelns zum Vorsingen auf. Was bleibt mir übrig, will ich die Ehre meiner Zunft und Hoffmanns verteidigen? Ich stimme die dritte Strophe an. Ja, er erinnere sich, das bei Olympia gehört zu haben, so der Star.

Und nach der Konferenz nimmt er mich in den Arm. Und ich wünsche ihm Glück für den Abend: Da muss er singen – und das tue er sonst nicht einmal unter der Dusche, so Murray.

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