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Die Heimat der Heinzelmännchen

Hinter den Kulissen beim VWI-Betriebshof Die Heimat der Heinzelmännchen

Die Heimat der Wolfsburger Heinzelmännchen ist in der Siemensstraße: Seit 1975 befindet sich dort der Betriebshof der Volkswagen Immobilien (VWI).

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Grünflächenpflege: Thorsten Weber und sein Team haben viel zu tun – und bauen das Arbeitsgerät je nach Jahreszeit um. So wird ein Trecker im Winter vom Laubsammler zur Streumaschine.

Quelle: Britta Schulze

Wolfsburg. 56 Mitarbeiter arbeiten auf dem 2500 Quadratmeter großen Gelände, wenn sie nicht gerade unterwegs sind, um in rund 10.000 Wohnungen, Büro- und Verwaltungsgebäuden oder auf Grünflächen und Beeten dafür zu sorgen, dass alles läuft. Möglichst schnell und für viele fast schon unsichtbar – wie Heinzelmännchen eben.

Uwe Auffarth ist Leiter der Abteilung Facility Services der VWI. Und die ist extrem vielseitig. Ein Rundgang mit der WAZ beginnt im Werkstattbereich, wo sich Meister Norbert Brand mit elf Mitarbeitern um Tischlerarbeiten, Heizung und Sanitär kümmert. „Es gibt keinen Tag, an dem wir nichts zu tun haben“, sagt er.

Hier gibt es immer etwas zu tun

Hier gibt es immer etwas zu tun: Uwe Marcinkowski arbeitet seit 30 Jahren in der Werkstatt der VWI.

Quelle: Britta Schulze

Uwe Marcinkowski, seit 30 Jahren dabei, und seine Kollegen pendeln zwischen Säge, Schleif- und Hobelraum. Nebenan gibt’s ein kleines Warenlager: Die am häufigsten verwendeten Schrauben, Muffen oder Rohre lagern auf Regalen. Viele Teile seien zudem beim Großhändler kurzfristig abrufbar, so Brand.

Es herrscht eine familiäre Atmosphäre in der Siemensstraße. Christoph Gerlach machte kurz nach der Jahrtausendwende seine Ausbildung im Sanitärbereich, konnte damals aber nicht übernommen werden. „2007 bekam ich einen Anruf; seitdem bin ich zurück“, berichtet er. Thorsten Weber (Grünflächenpflege) arbeitet eng mit der Schlosserei zusammen – dort werden Fahrzeuge und Werkzeug gewartet. Im Herbst stand zuletzt die Umrüstung auf den Winterdienst an. Landmaschinen-Techniker Uwe Schröder reparierte an einem von elf kleinen Schleppern schnell noch eine Bremse, dann wurden Schneeschilde und Streugut-Behälter angebracht.

Warenlager

Warenlager: Was VWI-Mitarbeiter Christoph Gerlach hier nicht findet, wird beim Großmarkt bestellt.

Quelle: Britta Schulze

„Wir sind immer vom Wetter abhängig“, sagt Weber. Im Frühjahr wird gepflanzt, im Sommer gemäht, im Herbst kommt das Laub. 180 Liter Fassungsvermögen hat ein riesiger Laubaufnahmebehälter, der nach dem „Abgrasen“ der Grünflächen hochgefahren werden kann, so dass die Blätter ohne Probleme im Container landen. Zwei Baumkletterer mit Zusatzausbildung arbeiten übrigens auch bei der VWI. Das sei gerade wegen der vielen Stürme in letzter Zeit Gold wert, sagt Uwe Auffarth.

Zukunftstechnologie

Zukunftstechnologie: Ein neues Computerprogramm soll künftig dabei helfen, die unterschiedlichen Arbeitsbereiche noch besser zu vernetzen.

Quelle: Britta Schulze

Im Störfall- und Wartungsmanagement arbeitet ein weiteres Dutzend Mitarbeiter. „Pro Jahr gehen etwa 15.000 Anrufe von Kunden bei uns ein“, sagt Lara Hendorf. Im Office läuft alles zusammen: Hier finden Auftragsannahme, Weiterleitung an die Werkstätten und zum Schluss die Abrechnung statt. Ein neues Computerprogramm soll künftig dabei helfen, die verschiedenen Bereiche noch besser miteinander zu vernetzen.

Von Andrea Müller-Kudelka

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