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Stadt Wolfsburg Die Geschichte von „Techno Viking“
Wolfsburg Stadt Wolfsburg Die Geschichte von „Techno Viking“
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14:00 01.08.2017
Matthias Fritsch kehrte an den Ort zurück, an dem er das „Techno Viking“-Video 2000 gefilmt hat: Gipsstraße, Ecke Rosenthaler Straße, Berlin. Quelle: Dominik Schönleben
Stadtmitte

„The Story of Techno Viking“ heißt der Dokumentarfilm von Filmemacher Matthias Fritsch. Zu sehen ist der Streifen über einen Mann, der vor zehn Jahren zu einem viralen Hit wurde und später Fritsch verklagte, am morgigen Donnerstag, 3. August, um 19 Uhr im Hallenbad-Kino. Fritsch selbst ist zu Gast und beantwortet nach der Vorstellung gern Zuschauerfragen.

Was heutzutage von Werbestrategen gezielt als Marketingstrategie eingesetzt wird, löste vor über zehn Jahren eine Lawine aus: das Interesse der Öffentlichkeit an viralen Videos. Der Berliner Künstler und Filmemacher Matthias Fritsch filmte auf der sogenannten „Fuckparade“ – einer Gegenveranstaltung zur „Loveparade“ – einen tanzenden Mann, dessen wikingerähnliches Aussehen und Verhalten den Eindruck eines Bühnengeschehens erweckte. Den Begriff „Viral-Video“ gab es damals nicht und es war auch nicht absehbar wie populär das Video werden würde als Fritsch es 2006 hochlud.

The Story of Techno Viking: Der Dokumentarfilm wird am Donnerstag im Hallenbad-Kulturzentrum ausgestrahlt. Quelle: Hallenbad

Durch das Teilen auf verschiedenen Plattformen wuchs die Zahl der Zuschauer sehr schnell in den Millionenbereich. Der Mann im Video wurde von der Internet-Community „Techno Viking“ getauft. Er taucht mittlerweile weltweit auf, ist präsent auf T-Shirts, Plattencovern, als Charakter in Computer-Games. Matthias Fritsch sagt: „Sowohl der Techno-Viking, der die Kontrolle über sein Abbild verloren hat, als auch ich, der die Kontrolle über sein Kunstwerk verloren hat. Aber ich habe das nicht als etwas Negatives gesehen.“

Der Mann auf dem Video hat Matthias Fritsch allerdings verklagt, da er seine Persönlichkeitsrechte missachtet sah. Der Filmemacher darf das Original nicht mehr öffentlich zeigen und musste sämtliche Einnahmen die über Youtube erzielt wurden an den Kläger abgeben. Mit Crowdfunding hat der Künstler seinen Dokumentarfilm finanziert. Der Eintritt ist frei, die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Kunstverein statt.

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